Kolorektales Karzinom (CRC) ist eine multifaktorielle Erkrankung, die zunehmend für ihre komplexe Wechselwirkung mit der Darmmikrobiota anerkannt wird. Die Störung der mikrobiellen Homöostase – Dysbiose – hat tiefgreifende Auswirkungen auf die Integrität der intestinalen Barriere und die Immunfunktion des Wirts. Pathogene bakterielle Spezies wie Fusobacterium nucleatum, Escherichia coli mit Polyketidsynthase (pks)-Insel sowie enterotoxigener Bacteroides fragilis sind durch Mechanismen, die Schleimhautentzündung, epithelialen Barrierebruch und Immun-Evade involvieren, an CRC beteiligt. Diese Pathogene fördern pro-tumorogene Entzündungen, verstärken DNA-Schäden und unterdrücken eine wirksame Anti-Tumor-Immunität. Dagegen üben kommensale und probiotische Bakterien, insbesondere Lactobacillus- und Bifidobacterium-Arten, schützende Effekte aus, indem sie die Funktion der epithelialen Barriere erhalten und Immunantworten des Wirts vorbereiten. Diese nützlichen Mikroben können die Reifung dendritischer Zellen fördern, die zytotoxische Aktivität von CD8+-T-Zellen stimulieren und regulatorische T-Zell-Populationen modulieren, wodurch die Anti-Tumor-Immunität verbessert wird. Die unterschiedliche Rolle der Mikrobiota unterstreicht ihr Potenzial sowohl als Biomarker als auch als therapeutisches Ziel bei CRC. Aktuelle Fortschritte in Studien haben Mikrobiota-modulierende Strategien untersucht – von diätetischen Interventionen und Präbiotika bis hin zur fäkalen Mikrobiota-Transplantation (FMT) und mikrobiellen Konsortien – als Ergänzung zur konventionellen Therapie. Darüber hinaus wurde gezeigt, dass die Zusammensetzung des Darmmikrobioms die Reaktionen auf Immuntherapie und Chemotherapie beeinflusst, was die Möglichkeit einer mikrobielle-basierte präzisionsonkologischen Therapie eröffnet. Diese Übersicht fasst die aktuellen Erkenntnisse über die pathogenen und protektiven Rollen von Bakterien bei CRC zusammen und bewertet das translationale Potenzial mikrobielle-basierter Interventionen zur Gestaltung zukünftiger therapeutischer Paradigmen.
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Ana Iulia Neagu
Marinela Bostan
Vlad Ionescu
Biomolecules
University of Bucharest
Carol Davila University of Medicine and Pharmacy
Romanian Academy
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Neagu et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/689a02bce6551bb0af8cc74c — DOI: https://doi.org/10.3390/biom15071005
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