Technologische und wissenschaftliche Fortschritte in den Neurowissenschaften, der Informationstechnologie und der künstlichen Intelligenz haben erweitert, wie menschliche und maschinelle Kognition gezielt, manipuliert und als Waffe eingesetzt werden können. Diese Entwicklungen haben den Bedarf an einem kohärenten Rahmenwerk für kognitive Sicherheit erhöht. Nach der Überprüfung aktueller Definitionen, Konzeptualisierungen und Anwendungen der kognitiven Sicherheit in militärischen, akademischen und organisatorischen Sektoren schlagen wir eine vereinheitlichte Definition von kognitiver Sicherheit vor als „den Zustand vertrauenswürdiger Grenzen, die kognitive Vermögenswerte gegen alle Formen unautorisierter Beeinflussung oder Zugriffe schützen“. Kognitive Vermögenswerte werden breit definiert und umfassen individuelle kognitive Prozesse, künstliche Intelligenzsysteme, organisatorische Entscheidungsstrukturen und neurobiologische Substrate. Basierend auf dieser Definition identifizieren wir vier voneinander abhängige Resilienzfaktoren, die für die Aufrechterhaltung der kognitiven Sicherheit wesentlich sind: (1) kognitive Beweglichkeit, die Fähigkeit, Verzerrungen, Informationsverarbeitung, verfolgte Ziele und Entscheidungsprozesse adaptiv zu steuern; (2) Maschinenpsychologie, zum Schutz kognitionartiger Funktionen in KI- und ML-Systemen; (3) Neurosecurity, der Schutz menschlicher und nicht-menschlicher neuronaler Systeme vor biologischen oder technologischen Eingriffen; und (4) Systemtechnik, die Gestaltung organisatorischer und gesellschaftlicher Strukturen, die Resilienz fördern. Wir argumentieren, dass eine effektive kognitive Sicherheit einen ganzheitlichen, mehrstufigen Ansatz erfordert, der diese Faktoren integriert, um gegen kognitive Kriegsführung, cybergestützte Einflussoperationen und neu entstehende Bedrohungen in Mensch-Maschine-Ökosystemen zu verteidigen. Durch die Konsolidierung fragmentierter Perspektiven zu einem domänen- und artenübergreifenden Rahmenwerk fördert dieses Papier die kognitive Sicherheit als eigenständige Disziplin und bietet eine Grundlage für Forschung, Politik und Praxis zur Stärkung der Resilienz, um kognitive Sicherheit und Überlegenheit zu gewährleisten.
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Torvald F. Ask
Stefan Sütterlin
Lea Müller
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Ask et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
www.synapsesocial.com/papers/68bb46bd6d6d5674bccfe957 — DOI: https://doi.org/10.31234/osf.io/2ftqc_v1