Einleitung Patienten, die in außerklinischen Intensivpflegeeinrichtungen langzeitbeatmet werden (LTV), leiden häufig unter anhaltenden Beeinträchtigungen ihrer kognitiven, psychischen und physischen Gesundheit, was ihre soziale Teilhabe einschränkt. Chronisch kranke Patienten sind oft nicht in der Lage, ihre Pflegepräferenzen auszudrücken. Daher fehlt ihrer medizinischen Versorgung häufig die Integration der Wünsche und Werte der Patienten. Telemedizin kann eingesetzt werden, um patientenberichtete Ergebnismaße (PROMs) von diesen Patienten zu erheben und die medizinische Versorgung an ihren Präferenzen auszurichten. Die frühe Integration von Telekonsultationen zur schnellen Unterstützung bei spezifischen Patientensymptomen kann wirtschaftliche Kosten senken. Methode und Analyse Dies ist eine multizentrische, prospektive, nicht verblindete, einarmige Interventionsstudie mit Prä-Post-Design und folgt den Empfehlungen des Standard Protocol Items: Recommendations for Interventional Trials (SPIRIT). Zehn außerklinische Intensivpflegeeinrichtungen in Berlin und Brandenburg, Deutschland, sind in drei Cluster gruppiert. Die Studienpopulation umfasst erwachsene Patienten (≥18 Jahre), die Langzeitbeatmung erhalten und in den teilnehmenden Pflegeeinrichtungen wohnen. Während der Vorinterventionsphase bleibt die Standardversorgung unverändert. Ab Beginn der Interventionsphase erhalten eingeschriebene Patienten zusätzlich zur Standardversorgung telemedizinische Visiten. Diese telemedizinischen Visiten, die mindestens wöchentlich durchgeführt werden, beinhalten vor Ort tätige medizinische Fachkräfte, Patienten und deren Angehörige. Daten werden zu vordefinierten Zeitpunkten – Studienmonate 1, 3, 9, 15 und 21 – mit einem Ziel von 57 Teilnehmern pro Zeitpunkt erhoben. Ziel der Studie ist die Bewertung, ob eine strukturierte telemedizinische Intervention (1) den Anteil der Patienten mit dokumentierten PROMs in der Routinedokumentation erhöht und (2) Krankenhauswiederaufnahmen reduziert. Sekundäre Endpunkte umfassen die Bewertung des Post-Intensivstation-Syndroms, der Gesundheitskosten sowie der Nutzbarkeit, Anwendbarkeit und wahrgenommenen Vorteile der Telemedizin. Zusätzlich werden qualitative Interviews mit Patienten, deren Angehörigen und medizinischem Personal individuelle Erfahrungen mit chronischer kritischer Erkrankung, die wahrgenommene Lebensqualität der Patienten sowie den Umgang des Teams mit moralischem Stress in Pflegekontexten erforschen. Ein mixed-effects logistisches Regressionsmodell wird zur Analyse des Zugangs zu PROMs verwendet, während ein mixed-effects Poisson-Regressionmodell die Krankenhauswiederaufnahmeraten evaluiert. Die Ergebnisse können wertvolle Einblicke geben, wie Telemedizin die patientenzentrierte Versorgung dieser speziellen Patientengruppe verbessern kann. Ethik und Verbreitung Dieses Studienprotokoll wurde von der Ethikkommission der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Deutschland (EA2/136/22), genehmigt. Die Ergebnisse werden in einer peer-reviewed wissenschaftlichen Zeitschrift veröffentlicht und auf internationalen Konferenzen präsentiert. Studienregistrierungsnummer Diese Studie ist im „Deutschen Register Klinischer Studien“ (DRKS; DRKS00029326) registriert.
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Edel et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/68d463e931b076d99fa632f2 — DOI: https://doi.org/10.1136/bmjopen-2025-098796
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Andreas Edel
Susanne Jöbges
Björn Weiß
BMJ Open
Charité - Universitätsmedizin Berlin
Technische Universität Berlin
Zimmer Biomet (Germany)
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