Die Standardbehauptung, dass die Schrödinger- und Heisenberg-Bilder der Quantenmechanik äquivalent sind, beruht auf der Tatsache, dass sie identische empirische Vorhersagen liefern. Diese Äquivalenz setzt daher die instrumentalistische Weltanschauung voraus, in der Theorien nur als Werkzeuge zur Vorhersage dienen. Im Gegensatz dazu zielen Theorien unter wissenschaftlichem Realismus darauf ab, die Wirklichkeit zu beschreiben. Während das Schrödinger-Bild eine zeitlich sich entwickelnde Wellenfunktion voraussetzt, postuliert das Heisenberg-Bild sogenannte Deskriptoren, zeitlich evolvierende Erzeuger der Algebra der Observablen. Diese beiden Strukturen sind nicht isomorph: Deskriptoren surjektieren auf den Schrödinger-Zustand, reduzieren sich jedoch nicht darauf. Daher sind die Bilder unter Realismus nicht äquivalent. Ich argumentiere, dass diese Nicht-Äquivalenz eine Öffnung zu einer reichhaltigeren, separablen Ontologie der Quantentheorie markiert. Aus erklärungstheoretischen Gründen liefern Deskriptoren echte lokale Erklärungen für Superdichte Codierung, Teleportation, Verzweigung und Verletzungen der Bell-Ungleichung – Phänomene, die das Schrödinger-Rahmenwerk nicht vollständig lokal erklärt.
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Charles Alexandre Bédard
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Charles Alexandre Bédard (Do,) untersuchte diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/68e25559d6d66a53c2474ffd — DOI: https://doi.org/10.48550/arxiv.2510.02138
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