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Das Pectus excavatum (PE) ist die häufigste angeborene Deformität der vorderen Brustwand, mit einer geschätzten Inzidenz von 1 von 400–1000 Geburten. Es manifestiert sich typischerweise im neonatalen Zeitraum, kann jedoch auch während der Adoleszenz auftreten. Klinische Symptome können aufgrund der Kompression von Lunge und Herz auftreten. Die Standardbehandlung für PE ist ein chirurgischer Eingriff. Das modifizierte Ravitch-Verfahren ist eine invasive Korrekturmethode zur Behandlung des Pectus excavatum. Dieser Eingriff ist mit signifikanten postoperativen Schmerzen verbunden, die oft 5 auf der numerischen Bewertungsskala (NRS) überschreiten, was mit herkömmlichen Methoden wie der patientenkontrollierten Analgesie (PCA) oder kontinuierlicher thorakaler epiduraler Analgesie (cTE) schwer zu behandeln sein kann. Eine neue alternative ergänzende Therapie zur Behandlung akuter Schmerzen nach thorakaler Chirurgie ist die Kryoablation der peripheren Nerven – ein Verfahren, das eine vorübergehende Blockade der Nervenleitung in den Intercostalnerven unter Verwendung eines engen Temperaturbereichs von niedrigen Temperaturen beinhaltet, optimal vor dem chirurgischen Eingriff durchgeführt. Dies führt zu einer langanhaltenden Analgesie, die eine Reduktion des Opioidbedarfs oder sogar eine vollständige Einstellung ermöglicht. Dieser Artikel präsentiert zwei Fälle von pädiatrischen Patienten, die aufgrund invasiver thorakaler chirurgischer Eingriffe eine interkostale perkutaner Kryoablation (IPC) vor der Operation erhielten. Die Durchführung einer präemptiven perkutanen Kryoablation der Intercostalnerven reduzierte den Opioidverbrauch und ermöglichte einen kürzeren Krankenhausaufenthalt sowie einen signifikant erhöhten Komfort unserer Patienten. Die Beschreibung dieser beiden Fälle zielt darauf ab, die präemptive Kryoablation als potenzielle, potente, alternative Analgesiemethode zusätzlich zur Pharmakotherapie von Schmerzen bei Patienten, die umfangreiche thorakale chirurgische Eingriffe durchlaufen, hervorzuheben.
Walendziak et al. (Mittw.,) untersuchten diese Frage.