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Angesichts eines erneuten Interesses an alternativen Arbeitszeitmodellen, wie der komprimierten Arbeitswoche, als Mittel zur Erhöhung der Attraktivität für Arbeitgeber, stellt sich immer wieder die Frage nach den Auswirkungen solcher Arbeitsarrangements. Vor dem Hintergrund inkonsistenter Forschungsergebnisse untersuchten wir die Auswirkungen der Einführung einer vier Tage langen komprimierten Arbeitswoche auf Zeitdruck, Müdigkeit, wahrgenommene Produktivität und Work-Life-Balance in einem Bauunternehmen. Darüber hinaus untersuchten wir den Einfluss der Erwartungen der Mitarbeiter. Auf der Grundlage von Längsschnittdaten (N = 247) und der Verwendung von Latent Change Score Modelling (LCSM) fanden wir heraus, dass die Work-Life-Balance zunahm, während Müdigkeit und Zeitdruck abnahmen. Drei Monate nach der Implementierung eines komprimierten Arbeitszeitplans blieb die wahrgenommene Produktivität stabil. Diese Effekte hingen von den Erwartungen der Individuen bezüglich der Auswirkungen des komprimierten Zeitplans ab. Die Ergebnisse verdeutlichen die Bedeutung der Erwartungen der Mitarbeiter bei der Gestaltung der Ergebnisse der Einführung alternativer Arbeitszeitmodelle.
Mühl et al. (Mittw,) untersuchten diese Frage.
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