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Das Forschungsthema dieses Artikels ist das moderne koreanische Theater, das Anfang des 20. Jahrhunderts zu entwickeln begann. Der Prozess seiner Entwicklung fand jedoch unter extrem schwierigen Bedingungen statt und spiegelte die gewaltsamen politischen, sozialen und kulturellen Prozesse wider, die auf der koreanischen Halbinsel stattfanden. Diese hatten einen enormen Einfluss auf die Entwicklung des koreanischen Theaters und die Aktivitäten der Theatergruppen. Sie wurden auch zur Quelle zahlreicher Paradoxien, die teilweise aus der spezifischen Natur des Theaters selbst und teilweise aus der dramatischen Unfähigkeit resultierten, kreative Ideale mit den Realitäten des besetzten Korea (1910–1945) zu vereinbaren. Ziel der Forschung ist es, zu zeigen, dass das Phänomen des Paradoxons, verstanden als ein Konflikt zwischen den Motivationen koreanischer Künstler und den realen Auswirkungen ihrer Tätigkeit, einen dramatischen Einfluss auf die Entwicklung des koreanischen Theaters in den ersten Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts hatte. Das Ausmaß dieses Phänomens rechtfertigt, so die Meinung der Autorin, die im Titel präsentierte Aussage, dass das Phänomen des Paradoxons die Identität des koreanischen Theaters definiert.
Ewa Rynarzewska (Do,) hat diese Frage untersucht.