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Der epistemische Zeitpfeil ist die Tatsache, dass unser Wissen über die Vergangenheit sowohl von anderer Art als auch detaillierter zu sein scheint als unser Wissen über die Zukunft. Wie bei den anderen Zeitpfeilen wurde oft spekuliert, dass der epistemische Zeitpfeil durch das zweite Gesetz der Thermodynamik entsteht. In diesem Artikel untersuchen wir den epistemischen Zeitpfeil mittels eines vollständig formalen Rahmens. Wir beginnen mit der Definition eines Gedächtnissystems als eines physischen Systems, dessen gegenwärtiger Zustand Informationen über den Zustand der Außenwelt zu einer anderen Zeit als der Gegenwart liefern kann. Anschließend identifizieren wir zwei Arten von Gedächtnissystemen in unserem Universum, zusammen mit einem wichtigen Spezialfall des ersten Typs, den wir als dritten Typ von Gedächtnissystem unterscheiden. Wir zeigen, dass zwei dieser Gedächtnissystemtypen zeit-symmetrisch sind und Wissen sowohl über die Vergangenheit als auch über die Zukunft bereitstellen können. Der dritte Typ von Gedächtnissystemen jedoch nutzt das zweite Gesetz der Thermodynamik, zumindest in allen uns bekannten Instanzen in unserem Universum. Das Ergebnis ist, dass in unserem Universum dieser Typ von Gedächtnissystem nur Informationen über die Vergangenheit liefert. Wir argumentieren außerdem, dass das menschliche Gedächtnis diesem dritten Typ entspricht und schließen damit das Argument ab. Abschließend prüfen wir die Grundlage des zweiten Gesetzes selbst. Dies deckt ein bisher wenig beachtetes formales Problem für gängige Argumente auf, die versuchen, das zweite Gesetz aus der "Past Hypothesis", also der Behauptung, dass das frühe Universum sich in einem Zustand extrem niedriger Entropie befand, herzuleiten. Unsere Analyse baut auf Vorarbeiten eines von uns auf, erweitert und verbessert diese in mehrfacher Hinsicht.
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David H. Wolpert
Jens Kipper
Entropy
University of Rochester
Santa Fe Institute
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Wolpert et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.
www.synapsesocial.com/papers/68e78e2db6db6435876ff8f2 — DOI: https://doi.org/10.3390/e26020170
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