Key points are not available for this paper at this time.
ZUSAMMENFASSUNG Radiostrahlung von Pulsaren kann verwendet werden, um ihre Entfernungen durch die Dispersionmessung (DM) zu kartieren, die die Menge der Dispersion von Radiopulsen quantifiziert. Diese Methode basiert jedoch auf der genauen Modellierung der freien Elektronendichte in der Sichtlinie. Hier präsentieren wir eine detaillierte Studie der Mehrwellenlängenemission von PSR J1720−0534, einem kompakten binären Millisekundenpulsar, der 2021 entdeckt wurde, dessen neuestes Elektronendichtemodell der Galaxie ihn nur auf 191 pc platziert. Wir haben tiefe Beobachtungen in den Wellenlängen γ-Strahlung (Fermi-Large Area Telescope, 2008–2022), optisch (Las Cumbres Observatory, 2,7 h), nah-infrarot (Nordic Optical Telescope, 3,5 h) und Röntgenstrahlung (Swift-X-Ray Telescope, 10 ks) durchgeführt und analysiert. Wir fanden keine signifikante Detektion von γ-Strahlen-, optischen, nah-infraroten oder Röntgen-Gegenstücken rund um die Radiotiming-Position von PSR J1720−0534, die wir deshalb ‘die unsichtbare schwarze Witwe’ nennen. Unter Verwendung des restriktivsten nah-infraroten Limits (J 23,4 mag) haben wir eine untere Grenze für die Quellendistanz, d 1,1 kpc, festgelegt, wobei wir konservative Eigenschaften für den Begleitstern der schwarzen Witwe annehmen. Diese untere Distanzgrenze unterscheidet sich drastisch (um mehr als den Faktor 5) von der DM-Distanzschätzung von Yao et al. Wir führen diesen Unterschied auf die Einbeziehung einer großen und dichten Komponente in Richtung des Nordpolaren Sporns im Modell von Yao et al. zurück. In Anbetracht unserer Ergebnisse und der jüngsten Parallaxendistanzen zu anderen Pulsaren in dieser Richtung argumentieren wir, dass eine solche lokale und große Komponente im Elektronendichte-Modell der Galaxie unnötig ist.
Koljonen et al. (Fri,) haben diese Frage untersucht.