Dual-Prozesstheorien besagen, dass das Denken aus dem Zusammenspiel schneller, intuitiver Typ-1-Prozesse und langsamer, überlegter Typ-2-Prozesse entsteht, die durch metakognitive Kontrolle reguliert werden. Trotz ihres Einflusses bleiben diese Rahmenwerke weitgehend verbal und ungenau, was ihre Fähigkeit zu falsifizierbaren Vorhersagen einschränkt. Hier stellen wir eine Reihe computergestützter Modelle vor, die zentrale Annahmen der Dual-Prozesstheorie innerhalb eines Evidenz-Akkumulationsrahmens formalisieren. Jedes Modell implementiert unterschiedliche Mechanismen des Arbeitsgedächtnisses, der Hemmung und der selbstbewusstseinsbasierten Regulation und wird anhand von Daten aus Zwei-Antwort Fledermaus-und-Ball-Denkaufgaben bewertet. Sechs Modellvarianten – von der Ein-Prozess-„Standard“-Architektur bis hin zu selbstbewusstseinsregulierten Architekturen – wurden anhand von Genauigkeit, Reaktionszeit und Vertrauen verglichen. Alle Modelle reproduzierten grundlegende Denkkennzeichen, wobei selbst die einfachsten viele qualitative Muster erfassten, was zeigt, dass gängige verbale Annahmen durch verschiedene mechanistische Architekturen realisiert werden können. Diese Ergebnisse unterstreichen, dass Dual-Prozesstheorien zwar wesentliche Intuitionen über intuitive-analytische Dynamiken abbilden, ohne formale Spezifikation jedoch unbestimmt bleiben. Computermodelle bieten die notwendige Präzision, um die Dual-Prozesstheorie von einer beschreibenden Dichotomie zu mechanistischen Erklärungen weiterzuentwickeln.
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Zoe Alexandra Purcell
Jérémie Beucler
Wim De Neys
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Purcell et al. (Sun,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/68ed1896f29694dd1da78b17 — DOI: https://doi.org/10.31234/osf.io/7pygm_v1
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