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Die Klassifikation von Diabetes mellitus und die für dessen Diagnose verwendeten Tests wurden 1979 und 1980 von der National Diabetes Data Group der USA sowie dem zweiten Expertengremium der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Diabetes mellitus geordnet. Abgesehen von geringfügigen Änderungen durch die WHO im Jahr 1985 hat sich seitdem wenig geändert. Es gibt jedoch erhebliche neue Erkenntnisse bezüglich der Ätiologie verschiedener Formen von Diabetes sowie mehr Informationen über den prognostischen Wert verschiedener Blutzuckerwerte für die Komplikationen von Diabetes. Eine WHO-Konsultation fand daher parallel zu einem Bericht des Expertengremiums der American Diabetes Association statt, um die diagnostischen Kriterien und die Klassifikation neu zu überprüfen. Das vorliegende Dokument enthält die Schlussfolgerungen der erstgenannten Konsultation und ist für eine breite Verteilung und Diskussion vorgesehen, bevor endgültige Vorschläge der WHO zur Genehmigung vorgelegt werden. Die vorgeschlagenen Hauptänderungen sind wie folgt. Der diagnostische Nüchtern-Plasmablutzuckerwert wurde auf ≥7,0 mmol l−1 (6,1 mmol l−1) gesenkt. Die gestörte Glukosetoleranz (Impaired Glucose Tolerance, IGT) wurde angepasst, um den neuen Nüchternwert zu berücksichtigen. Eine neue Kategorie der gestörten Nüchternglykämie (Impaired Fasting Glycaemia, IFG) wird vorgeschlagen, die Werte umfasst, die über dem Normalwert, aber unterhalb des diagnostischen Schwellenwertes für Diabetes liegen (Plasma ≥6,1 bis <7,0 mmol l−1; Vollblut ≥5,6 bis <6,1 mmol l−1). Der Schwangerschaftsdiabetes mellitus (GDM) schließt nun auch die gestörte Glukosetoleranz während der Schwangerschaft ein sowie den bisherigen GDM. Die Klassifikation definiert sowohl den Prozess als auch das Stadium der Erkrankung. Die Prozesse umfassen Typ 1, autoimmune und nicht-autoimmune, mit Beta-Zell-Zerstörung; Typ 2 mit unterschiedlichen Graden von Insulinresistenz und Insulinhyposekretion; Schwangerschaftsdiabetes mellitus; und andere Typen, bei denen die Ursache bekannt ist (z. B. MODY, Endokrinopathien). Es wird erwartet, dass diese Gruppe anwächst, wenn weitere Ursachen von Typ 2 bekannt werden. Die Stadien reichen von Normoglykämie bis zur Insulinpflicht zur Lebenserhaltung. Es wird gehofft, dass die neue Klassifikation eine bessere Einordnung von Individuen ermöglicht und zu weniger therapeutischen Fehleinschätzungen führt. © 1998 WHO
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K. G. M. M. Alberti
Paul Zimmet
Diabetic Medicine
Newcastle University
Caulfield Hospital
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Alberti et al. (Mi.) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69001fcdbc792ed11ff301c6 — DOI: https://doi.org/10.1002/(sici)1096-9136(199807)15:7<539::aid-dia668>3.0.co;2-s