Hintergrund und klinische Bedeutung: Bis zu 30 % der Patientinnen mit HR+/HER2-frühzeitigem Brustkrebs (eBC) können fernmetastatische Rezidive erleiden, wobei Patientinnen mit klinisch hohem Risiko eine höhere Wahrscheinlichkeit für ein Rezidiv haben. Für diese Patientinnen hat die Zugabe eines CDK4/6-Inhibitors zur standardmäßigen adjuvanten endokrinen Therapie (ET) eine signifikante Reduktion des Risikos für invasive und fernmetastatische Rezidive gezeigt. Trotz dessen erleidet ein kleiner Teil der Patientinnen dennoch ein fernmetastatisches Rezidiv. Bisher sind die Charakteristika von Patientinnen, die unter adjuvanter CDK4/6i-Therapie rezidivieren, nicht gut definiert. Fallvorstellung: Hier berichten wir von einer Patientin mit frühzeitigem HR+/HER2− Brustkrebs und hohem Rezidivrisiko, die während der adjuvanten Therapie mit Abemaciclib plus ET ein fernmetastatisches Rezidiv erlebte, wobei sich der Tumorsubtyp zu triple-negativ wandelte. Genomische Veränderungen, die mit ET- und CDK4/6-Inhibitor-Resistenz assoziiert sind, wurden mittels Next-Generation Sequencing (NGS) bei Rezidiv untersucht. Die Ergebnisse zeigten Alterationen in P53 und dem PI3KCA-Signalweg, jedoch keine ESR1- oder RB1-Mutationen. Die Dauer der adjuvanten Abemaciclib-Therapie betrug 12 Monate, und die Erstlinienbehandlung der Metastasen dauerte weniger als 3 Monate. Im Gegensatz dazu zeigte die aufgrund von HER2-niedrig verabreichte T-DXd eine ausgezeichnete Wirksamkeit. Schlussfolgerungen: Die Behandlung eines Brustkrebsrezidivs, das während der adjuvanten Therapie mit CDK4/6-Inhibitoren auftritt, stellt eine Herausforderung dar. Eine erneute Biopsie ist entscheidend aufgrund des möglichen Estrogenrezeptorverlusts, der eine Veränderung der therapeutischen Strategie erfordern würde, die nicht mehr auf endokriner Therapie basiert. Bei luminalen Fällen kann das Wissen über das Mutationsprofil helfen, den Patientinnen neue zielgerichtete Therapien anzubieten.
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Maria Vita Sanò
Lorenza Marino
Maria Puleo
Diagnostics
Sapienza University of Rome
Azienda Ospedaliera Ospedali Riuniti Papardo Piemonte
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Sanò et al. (Fr.,) haben diese Fragestellung untersucht.
www.synapsesocial.com/papers/6930e8d7ea1aef094cca3bb9 — DOI: https://doi.org/10.3390/diagnostics15233042