Zusammenfassung Geschlechtsspezifische Gewalt ist kein isoliertes oder zufälliges Ereignis, sondern ein abstraktes, strukturelles Phänomen, das dialektisch durch die vorherrschende Produktionsweise bestimmt wird. Im Kapitalismus wird sie durch ökonomische Ungleichheiten geformt, und patriarchale soziale Normen reproduzieren sie, bis sie normalisiert wird. Während alle Frauen dieser Gewalt ausgesetzt sind, erfahren besonders vulnerable Gruppen – wie undokumentierte Migrantinnen – eine kumulative Unterdrückung. Dieser Artikel untersucht, wie kapitalistische Strukturen sowohl zur Entstehung als auch zur Fortdauer einer spezifischen Form geschlechtsspezifischer Gewalt beitragen, interpretiert durch die Theorie der sozialen Reproduktion (TSR). Mit Fokus auf undokumentierte Migrantinnen aus dem Nordlichen Dreieck Mittelamerikas argumentiere ich, dass ihre Gewalterfahrungen keine bloßen individuelle Akte männlicher Dominanz sind, sondern Manifestationen der kapitalistischen Struktur, die durch Ausübung von Gewalt günstige Bedingungen für die Kapitalakkumulation aufrechterhält. Für undokumentierte Migrantinnen aus Nordmittelamerika wirkt Gewalt als zwangsweise Mechanismus, der Geschlechternormen durch Unterwerfung ihrer Körper unter die kapitalistische Produktionsweise durchsetzt. Durch Analyse der Wechselwirkungen zwischen Kapitalismus, Patriarchat und Migration zielt diese Studie darauf ab, das Verständnis dafür zu vertiefen, wie materielle Bedingungen die von Migrantinnen erlittene Gewalt formen und warum es dringend notwendig ist, die strukturellen Kräfte herauszufordern, die ihre Unterdrückung aufrechterhalten.
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Sibyl Italia Pineda
Open Cultural Studies
Universidad Autónoma Metropolitana
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Sibyl Italia Pineda (Do,) untersuchte diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/6971bfdff17b5dc6da021f90 — DOI: https://doi.org/10.1515/culture-2025-0090
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