Debatten über politischen Bias in großen Sprachmodellen (LLMs) konzentrieren sich typischerweise auf politische Positionen oder ideologischen Ton. Diese Studie untersucht eine tiefere Ebene: wie KI-Systeme die Bedeutung politischer Legitimität selbst interpretieren. Die politische Theorie umfasst mehrere etablierte Legitimitätsrahmen, darunter solche, die auf rechtlich-institutioneller Kontinuität basieren, und solche, die auf moralischer Rechtfertigung gegenüber Personen als politische Gleichgestellte beruhen. Mittels strukturierter Sondierungen in fortschrittlichen LLMs stellen wir fest, dass die Modelle innerhalb beider Rahmen beschreiben und argumentieren können, wenn Definitionen vorgegeben werden. Wenn Legitimität jedoch nicht spezifiziert ist, behandeln Modelle häufig die rechtliche Gültigkeit als notwendig, während sie Partizipation, Rechte oder Rechtfertigung von Personen als Bedingungen für volle Legitimität einführen. Dieses Muster weist auf eine geteilte interpretative Prämisse auf der Ebene der Konzeptvollendung hin: eine Form der epistemologischen Neigung, die beeinflusst, wie politische Autorität in KI-gestützter Argumentation verständlich wird. Das Ergebnis hat praktische Implikationen für die KI-Nutzung in verfassungsrechtlichen Kontexten, in denen Legitimität aus institutioneller Kontinuität abgeleitet wird und Freiheit residual und nicht rechteverleihend ist.
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Peter Stanley
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Peter Stanley (Do,) hat diese Frage untersucht.
www.synapsesocial.com/papers/6980fbf6c1c9540dea80dc3a — DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.18407877