Zusammenfassung Generative KI-Tools wie Google Gemini haben neue Möglichkeiten für das Sprachenlernen geschaffen. Empirische Belege zu ihrem Einfluss auf die mündliche Kompetenz sind jedoch begrenzt. Diese quasi-experimentelle Studie untersucht die Wirksamkeit von Google Gemini als Gerüstwerkzeug für vietnamesische Universitätsanfänger (N=78). Während eines siebenwöchigen Interventionszeitraums nutzte die Experimentalgruppe Gemini zur Ideengenerierung, für Echtzeit-Feedback und Gesprächssimulation, während die Kontrollgruppe traditionellen Unterricht erhielt. Daten wurden mittels Vor- und Nachtests basierend auf dem CEFR-B1-Raster sowie Angstfragebögen und halbstrukturierten Interviews erhoben. Paarweise t-Tests ergaben, dass die KI-unterstützte Gruppe statistisch signifikante Verbesserungen in Flüssigkeit und Diskursmanagement (p < .05) sowie eine erhebliche Reduktion von Sprechangst im Vergleich zur Kontrollgruppe zeigte. Es wurden jedoch keine signifikanten Unterschiede in grammatikalischer Genauigkeit oder Wortschatz festgestellt, was darauf hindeutet, dass KI zwar den affektiven Filter effektiv senkt und den kommunikativen Fluss fördert, aber eine längerfristige Integration zur Verbesserung der sprachlichen Präzision erforderlich sein könnte. Diese Ergebnisse hinterfragen die Sichtweise der KI als reines Korrekturwerkzeug und schlagen stattdessen ihre Rolle als psychologisches Gerüst vor, das zurückhaltende Lernende befähigt, selbstbewusster zu sprechen.
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Nguyen Duy Tuan
Trường ĐH Nguyễn Tất Thành
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Nguyen Duy Tuan (Thu,) untersuchte diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/6980ffb4c1c9540dea81274f — DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.18448552