Diese Studie untersucht den Durchgriffseffekt einer Wechselkursabwertung auf Lebensmittelpreise in Südafrika, basierend auf monatlichen Daten von 2002 bis 2024. Ergebnisse eines Vector Error Correction Model (VECM) zeigen, dass eine 1% Abwertung des Rand zu einem langfristigen Anstieg der Gesamtlebensmittelpreise um 0,29% führt, was auf einen moderaten und unvollständigen Durchgriffseffekt hinweist. Nach Unterkategorien aufgeschlüsselt, wurden die höchsten Durchgriffseffekte bei Ölen und Fetten (0,38%) sowie Brot und Getreide (0,34%) beobachtet, was möglicherweise die hohe Abhängigkeit dieser Güter von importierten Zwischenprodukten widerspiegelt. Dagegen zeigen lokal produzierte Güter wie Fleisch und Gemüse niedrigere Durchgriffseffekte von 0,12% beziehungsweise 0,20%. Diese Ergebnisse bestätigen sich durch die Anwendung eines alternativen Schätzers, der dynamischen Ordinary Least Squares-Methode. Die Studie untersucht zudem die zeitliche Veränderlichkeit des Durchgriffseffekts und stellt einen Rückgang nach der globalen Finanzkrise 2008 und während COVID-19 fest. Die Befunde deuten darauf hin, dass der Wechselkurseinfluss auf Lebensmittelpreise zwar weiterhin besteht, jedoch in den letzten Jahren nachgelassen hat. Dies führen wir auf gestärkte Resilienz der Lieferketten, verbesserte Glaubwürdigkeit der Geldpolitik, staatliche Unterstützungssysteme und optimiertes Lieferkettenmanagement infolge wiederkehrender globaler Krisen zurück. Politische Handlungsempfehlungen umfassen die weitere Stärkung der lokalen Produktion, gezielte fiskalische Subventionen und Förderung der Resilienz der Lieferketten, um die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen auf Lebensmittelpreise abzumildern.
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Brian Tavonga Mazorodze
Cogent Food & Agriculture
SHILAP Revista de lepidopterología
Sol Plaatje University
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Brian Tavonga Mazorodze (Tue,) hat diese Fragestellung untersucht.
www.synapsesocial.com/papers/698ebedd85a1ff6a930161ba — DOI: https://doi.org/10.1080/23311932.2026.2626602