Zusammenfassung Dieses Nachwort baut auf Nehal Bhutas Vorwort auf, indem es die intellektuellen und historischen Grundlagen sozialer Rechte erneut betrachtet, insbesondere deren Entstehung im neunzehnten Jahrhundert durch solidaristische politische Philosophie. Es wird argumentiert, dass Solidarismus, anders als sowohl liberaler Individualismus als auch marxistischer Kollektivismus, die politische Gemeinschaft als in spontanen sozialen Bindungen gegenseitiger Verantwortung verwurzelt ansah, anstatt in Verträgen oder Klassenkämpfen. Das Nachwort untersucht weiter, wie soziale Rechte historisch mit dem Kapitalismus verflochten waren, und stellt fest, dass sie ursprünglich konzipiert wurden, um den Marktkräften entgegenzuwirken, ihre Wirksamkeit jedoch durch die neoliberale Transformation der bürgerlichen und politischen Rechte geschwächt ist. Zeitgenössische Marktdynamiken – veranschaulicht durch Praktiken der Gig-Economie – drohen, das emanzipatorische Potenzial sozialer Rechte zu untergraben. Es sei denn, soziale Rechte werden wieder mit demokratischen Prinzipien und den materiellen Bedingungen politischer Teilhabe verbunden, riskieren sie, an Relevanz im Angesicht wachsender Ungleichheit zu verlieren.
Graziella Romeo (Mon,) studierte diese Frage.