Ist die weiße Rasse mit einem erhöhten Risiko für Vorhofflimmern im Vergleich zu Schwarzen, Asiaten oder Hispanoamerikanern assoziiert?
Die weiße Rasse ist mit einem höheren Risiko für Vorhofflimmern im Vergleich zu anderen Rassen und ethnischen Gruppen assoziiert, insbesondere bei Personen ohne kardiovaskuläre Begleiterkrankungen.
Hintergrund—: Da die Beziehung zwischen Vorhofflimmern (VF) und Rasse nur in bevölkerungsbasierten Studien rigoros verglichen wurde, die Teilnehmer als weiß oder schwarz dichotomisierten, ist unklar, ob die weiße Rasse ein erhöhtes Risiko für VF mit sich bringt oder die schwarze Rasse Schutz vor VF bietet. Methoden und Ergebnisse—: Das Healthcare Cost and Utilization Project wurde verwendet, um Patienten zu identifizieren, die zwischen dem 1. Januar 2005 und dem 31. Dezember 2009 stationär in Kalifornien behandelt wurden. Der Zusammenhang zwischen Rasse und Vorfall von VF wurde mittels Cox-Proportional-Hazards-Modellen untersucht. Interaktionsanalysen wurden durchgeführt, um den Mechanismus hinter der Rasse-VF-Assoziation zu erhellen. Unter 13.967.949 Patienten wurden über einen Median von 3,2 (Interquartilsbereich 1,8–4,3) Jahren 375.318 Vorfälle von VF beobachtet. In multivariaten Cox-Modellen, die an Demografie der Patienten und etablierte Risikofaktoren für VF angepasst waren, hatten Schwarze (Hazard Ratio, 0,84; 95%-Konfidenzintervall, 0,82–0,85; P <0,001), Hispanoamerikaner (Hazard Ratio, 0,78; 95%-Konfidenzintervall, 0,77–0,79; P <0,001) und Asiaten (Hazard Ratio, 0,78; 95%-Konfidenzintervall, 0,77–0,79; P <0,001) jeweils ein niedrigeres Risiko für VF im Vergleich zu Weißen. Das Risiko für VF bei Weißen war unverhältnismäßig höher in Abwesenheit von erworbenen kardiovaskulären Risikofaktoren und verringerte oder umkehrte sich in Anwesenheit von Begleiterkrankungen. Obwohl Hispanoamerikaner und Asiaten ebenfalls ein niedrigeres angepasstes Risiko für das Vorhofflattern im Vergleich zu Weißen hatten, war das Risiko für das Flattern unter Schwarzen signifikant höher. Schlussfolgerungen—: In einer großen kohortenbasierten Studie haben Weiße ein erhöhtes Risiko für VF, ob im Vergleich zu Schwarzen, Asiaten oder Hispanoamerikanern. Das erhöhte Risiko für VF bei Weißen ist am stärksten ausgeprägt in Abwesenheit von kardiovaskulären Begleiterkrankungen.
Dewland et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.
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