Abstract: Theaterwissenschaftler und Historiker nehmen zu leicht an, dass die theoretische Reflexion über die performativen Qualitäten des Theaters erst im achtzehnten Jahrhundert begann. Im Frankreich der Mitte des achtzehnten Jahrhunderts zeigten Schriftsteller und Philosophen wie Denis Diderot, Jean le Rond D'Alembert, Jean-Jacques Rousseau, Antoine-François Riccoboni oder Jean-Georges Noverre (um nur einige zu nennen) ein leidenschaftliches Interesse an der Ästhetik und der Moral der Aufführungspraxis im dramatischen Theater, Musiktheater oder Tanz. Verglichen mit dieser reichen Vielfalt an Ideen im achtzehnten Jahrhundert wirken französische Schriften des siebzehnten Jahrhunderts über Theater und darstellende Künste auf den ersten Blick weit weniger interessant oder kühn. Doch dies ist lediglich eine moderne Wahrnehmung. Unsere Vorstellung vom le théâtre classique ist noch immer recht reduktionistisch und oft auf den theatralischen Kanon von Pierre Corneille, Jean Racine und Molière beschränkt. Sie erlaubt einen Blick auf die darstellenden Künste, der von Tragödie und Komödie dominiert wird und der, fest eingebettet in eine neo-aristotelische Poetik, dramatische Anliegen über performative Interessen stellt.
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Bram Van Oostveldt
Stijn Bussels
Theatre Survey
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Oostveldt et al. (Wed,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/699f95571bc9fecf3dab2eb9 — DOI: https://doi.org/10.1353/tsu.2017.a982458