Der Klimawandel birgt erhebliche Risiken für die regenabhängige Landwirtschaft, insbesondere in gefährdeten Regionen wie Äthiopien, wo Teff (Eragrostis tef) ein Grundnahrungsmittel ist. Während bestehende Studien die Eignung von Land auf Einzugsgebiets-Basis bewertet haben, bietet diese Studie eine umfassende Analyse auf Beckenebene unter Verwendung von Multi-Kriterien-Entscheidungsfindung und Geografischen Informationssystemen. Durch die Integration klimatischer, edaphischer und topographischer Faktoren identifizieren wir, dass 32,3 % (54.516 km²) des oberen Blauen Nilbeckens hoch geeignet für den Anbau von Teff sind, wobei der Niederschlag als der einflussreichste Faktor hervorgeht (Kriterium Gewicht von 0,83). Der Analytische Hierarchieprozess ergab ein Konsistenzverhältnis von 0,08, was die methodische Strenge bestätigt. Die Bodenstruktur, die Bulk-Dichte und die Tiefe sind entscheidend für die Wasserrückhaltung und die Verfügbarkeit von Nährstoffen, während der organische Kohlenstoff im Boden und die Kationenaustauschkapazität wichtige Rollen in der Bodenfruchtbarkeit spielen. Unsere Ergebnisse heben die Notwendigkeit gezielter Bodenbewirtschaftungspraktiken hervor, wie z.B. die Zugabe von organischer Substanz und nachhaltiges Wassermanagement, um den Teffertrag zu steigern. Eine entscheidend wichtige Erkenntnis ist, dass eine große Fläche, 38,3 %, marginal geeignet ist, was eine wichtige strategische Gelegenheit zur Verbesserung durch gezielte Interventionen darstellt. Diese Studie bietet einen räumlich expliziten Rahmen für die landwirtschaftliche Planung und liefert wertvolle Erkenntnisse für politische Entscheidungsträger und Landwirte, um die Herausforderungen der Ernährungssicherheit im Angesicht des Klimawandels zu mindern.
Demissew et al. (Mon,) haben diese Frage untersucht.