Dieses Papier etabliert Design als Ereignis als eine theoretische Position auf Disziplinsebene. Es argumentiert, dass Design nicht angemessen als eine Aktivität verstanden werden kann, die sich im Zeitverlauf entfaltet, sondern als ein Ereignis, durch das Zeit selbst für Form verständlich wird. Gegenüber dominierenden Paradigmen, die Design als Prozess, Methode, repräsentative Abfolge oder rechnerische Prozedur behandeln, führt das Papier eine ontologische Abgrenzung ein: Die primäre Einheit des Designs ist die ereignishafte Konfiguration, die eine lesbare Gegenwart instituiert. Innerhalb dieses Horizontes ist Form kein Objekt, das schrittweise verfeinert wird, sondern eine kontingente Stabilisierung von Grenzen, die durch morphogenetische Regulierung erreicht wird. Das Virtuelle fungiert als ein reales, strukturiertes Reservoir von Potenzialen, die im Ereignis intern sind und Form aktiv gestalten, ohne durch die Verwirklichung erschöpft zu werden. Methoden und Werkzeuge bleiben nutzbar, jedoch nur als sekundäre Instrumente, die innerhalb eines bereits konstituierten Horizontes von Relevanz und Kohärenz operieren. Das Papier fungiert als ein Text zur Abgrenzung: Es klärt, was Design als Ereignis ist und was nicht, und bietet institutionelle Kriterien zur Bewertung von Rigor jenseits von Workflow-Erfolg, visueller Repräsentation oder rechnerischer Optimierung.
Theodoros G. Kostas (Thu,) hat diese Frage untersucht.