Die Exposition gegenüber traumatischen Stressoren ist unter Flüchtlingen weit verbreitet. Dies gilt auch für jesidische Flüchtlinge, die immense traumatische Erfahrungen vor und nach der Migration gemacht haben. Zwei separate, aber oft gleichzeitig auftretende Ergebnisse der Exposition gegenüber traumatischen Ereignissen sind posttraumatische Reaktionen und posttraumatisches Wachstum. Während beide häufig sind, betont die Literatur oft negative Ergebnisse. Diese Studie untersuchte die Migrationserfahrungen und Bedürfnisse von jesidischen Jugendflüchtlingen in Kanada. Mit Hilfe von Photovoice, einem kunstbasierten Forschungsdesign, das die Jugend an die Spitze des Forschungsprozesses stellte, wurde die Perspektive der jesidischen Jugendlichen erkundet. Die Daten wurden unter Verwendung einer partizipativen Analyse analysiert, die aus dem dreistufigen Ansatz von Wang und Burris (1997) strukturiert war. Durch gemeinschaftliche Diskussionen wurden fünf Themen von den Jugendlichen identifiziert: Andere über Jesiden und unsere Erfahrungen aufklären, Mobbing und Rassismus, Familien im Irak helfen, gegen die unterdrückerische Regierung aufstehen und den Wunsch, da zu sein, um zu helfen. Innerhalb dieser Themen zeigte die Jugend die Fähigkeit, Wachstum und emotionalen Stress nebeneinander zu existieren. Der Einsatz von Photovoice als Forschungsdesign ermöglichte es den Jugendlichen, die Kontrolle über die Datengenerierung und -analyse zu übernehmen, was ihre Ermächtigung erleichterte. Empfehlungen wurden abgegeben, um die Jugend dabei zu unterstützen, die Kontrolle über ihre Erzählungen zu behalten, während die Bedeutung des Aufbaus von Beziehungen und der Zusammenarbeit mit Jugendlichen zur Bewältigung systemischer und struktureller Probleme betont wurde.
Finnigan et al. (Mittwoch,) untersuchten diese Frage.