Instabilitäten und Verflüssigungsphänomene in gesättigten Sanden werden häufig in Bezug auf Stress und Dehnung beschrieben, doch das zugrunde liegende Energiegleichgewicht zwischen dem granularen Gerüst und dem Porenwasser bleibt undefiniert. Diese Studie führt ein statisches Enthalpie-Gleichgewicht als physikalische Bedingung ein, die die energetische Stabilität gesättigter Granulsysteme regelt. Das Gleichgewicht wird als die Gleichheit zwischen der strukturellen Enthalpie, die vom granularen Gerüst freigesetzt wird, und der hydraulischen Arbeitskapazität des Porenwassers ausgedrückt, wodurch ein einziges energetisches Kriterium bereitgestellt wird, das spontane und induzierte Verflüssigung in einem Rahmen vereint. Diese Bedingung gilt für alle gesättigten Granulsysteme, in denen das Porenwasser eine kontinuierliche Phase bildet und das mechanische Verhalten durch Partikelkontakte bestimmt wird. Die Formulierung bietet eine prägnante energetische Grundlage zur Interpretation von Stabilität, Metastabilität und Zusammenbruch in gesättigten Böden.
Manfred Wittig (Wed,) untersuchte diese Frage.