Die Integration nachhaltiger Entwicklung in den Biologieunterricht ist ein wachsendes Interessensgebiet. Eine Biologiebildung für Nachhaltigkeit wird unter Berücksichtigung verschiedener Wissensdimensionen durch Kompetenzen und Fähigkeiten betrachtet. Problemlösung erfordert nicht nur Wissen, sondern auch kommunikative und strategische Aktivitäten. Daher muss der Biologieunterricht die Hauptvisionen wissenschaftlicher Grundbildung, wie sie in der Literatur vorgeschlagen werden, betonen, um Schülerinnen und Schüler zu unterstützen, Gesellschaft und alltägliche sozialwissenschaftliche Herausforderungen auf lokaler sowie globaler Ebene zu verstehen und mit unterschiedlichen wissenschaftlichen Ergebnissen und unsicheren Informationen umzugehen. Es gibt jedoch nur sehr wenige Studien aus einer ganzheitlich-didaktischen Perspektive zur Umsetzung nachhaltiger Bildung (SE) im Biologieunterricht im Kontext der Lehramts- und Schulausbildung zur Förderung einer nachhaltigen Zukunft. Diese Studie schließt diese Lücke durch eine bibliometrische und Inhaltsanalyse der Literatur (n = 165 bzw. 131) basierend auf den Kategorien der Ziele für nachhaltige Entwicklung (SDGs), Fachziele, Lernziele, Inhaltswissen, Lehrmethoden, Kompetenzen und Fähigkeiten sowie Bewertungsmethoden. Die analysierte Literatur legt den Schwerpunkt auf ökologische und soziale SDGs, die Entwicklung des Fakten- und Konzeptwissens der Schüler, interaktive Lehr- und Lernmethoden, kritisches Denken und Reflexion sowie summative und formative Bewertungsmethoden. Weniger Beachtung finden wirtschaftliche und institutionelle SDGs, wissenschaftliche Fähigkeiten, Umwelt-Einstellungen, Wissensschaffung, strategisches Denken und Empathie sowie diagnostische Bewertungsmethoden. Im Vergleich zu früheren Studien aus den 2010er Jahren sind Lehr- und Lernmethoden vielfältiger geworden, im Gegensatz zur früheren Fokussierung auf lehrerzentrierte Methoden. Insgesamt wird gefolgert, dass die Biologiebildung über die reine Inhaltsbeherrschung hinausgehen muss, um ethische, technologische und transdisziplinäre Dimensionen zu integrieren – und Lernende zu befähigen, Leben nicht nur zu verstehen, sondern auch zu erhalten – im Einklang mit hochwertiger Bildung (SDG 4), Gesundheit und Wohlbefinden (SDG 3) sowie Leben an Land (SDG 15). Die Ergebnisse weisen außerdem darauf hin, dass wichtiges Wissen betont werden muss, um essenzielle Einblicke in Ökosysteme, Biodiversität und die Prozesse, die das Leben auf der Erde erhalten, zu gewährleisten. Sie unterstreichen auch die Bedeutung regelmäßiger Lehr- und Lernbewertungen, um zu erkennen, wie pädagogische und didaktische Ansätze und Strategien das Lernen der Schüler im Hinblick auf nachhaltige Entwicklung unterstützt haben.
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Jeronen et al. (Mi,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69a75cb4c6e9836116a25cc1 — DOI: https://doi.org/10.3390/educsci16020201
Eila Jeronen
Juha Jeronen
Education Sciences
SHILAP Revista de lepidopterología
University of Oulu
JAMK University of Applied Sciences
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