• Die Ausbreitung invasiver Arten (IAS) wird durch synergetische Faktoren vorangetrieben. • Kaskadierende Rückkopplungsschleifen beschleunigen die Etablierung und Ausbrüche von IAS. • Die Integration multifaktorieller Techniken erleichtert die Vorhersage von IAS-Verlauf und Managementstrategien. Invasive Arten (IAS) sind ein wesentlicher Treiber des Biodiversitätsverlusts, der erhebliche Bedrohungen für die Ernährungssicherheit, die ökologische Integrität und die öffentliche Gesundheit darstellt. Ihre Verbreitung resultiert aus synergetischen Interaktionen zwischen artspezifischen Merkmalen (z.B. hohe Fortpflanzungsfähigkeit und Anpassungsfähigkeit), Umweltbedingungen, anthropogenen Aktivitäten wie dem globalen Handel, biotischen Beziehungen und politischen Rahmenbedingungen. Während viele Forschungen einzelne Invasionsfaktoren untersucht haben, bestätigen aufkommende Beweise, dass der Erfolg von Invasionen hauptsächlich auf komplexen, multifaktoriellen Synergien beruht. Diese Übersicht erläutert, wie die Kopplung von Umweltstressoren, biotischen Interaktionen und durch Menschen vermittelten Prozessen (insbesondere Habitatanpassungen und Ausbreitungsmechanismen) die globale Ausbreitung von hochwirksamen IAS beschleunigt, exemplifiziert durch Arten von globaler Bedeutung wie Cydia pomonella, Tuta absoluta, Leptinotarsa decemlineata, Erwinia amylovora und das Tomaten-Braunrusikernfruchtvirus (ToBRFV). Wir bewerten systematisch, wie kaskadierende Wechselwirkungen zwischen diesen Faktoren ökologische Ungleichgewichte und Invasionsrisiken verstärken. Darüber hinaus ermöglichen Fortschritte in der Populationsgenomik wichtige Einblicke in die adaptive Evolution und die genetischen Determinanten des Invasionserfolgs. Daher ist die Integration multifaktorieller Rahmenbedingungen mit genomischen Methoden entscheidend für die Vorhersage von Invasionstrends und die Entwicklung gezielter Managementstrategien, was die Notwendigkeit interdisziplinärer Ansätze zur Minderung der zunehmenden Bedrohung durch biologische Invasionen unterstreicht.
Liu et al. (Thu,) untersuchten diese Frage.