Diese Studie untersucht empirisch die Auswirkungen der Haustierhaltung auf die Bildung sozialen Kapitals und zielt darauf ab, heterogene Effekte nach Altersgruppen zu identifizieren. In einer Zeit, in der die traditionelle gemeinschaftliche Basis durch den Anstieg der Einpersonenhaushalte und die Alterung der Bevölkerung geschwächt wird, wurde erforscht, ob Haustiere als Vermittler neuer sozialer Netzwerke fungieren können. Anhand der Daten aus der Seoul Survey 2024 wurde das soziale Kapital entsprechend dem theoretischen Rahmen von Putnam (2000) in kognitive und strukturelle Dimensionen unterteilt und eine ordinale Logit-Modellierung sowie Modifikationseffektanalysen durchgeführt. Die Analyse ergab, dass die Haustierhaltung konsistent definierte Auswirkungen auf das strukturelle soziale Kapital hat, während die Auswirkungen auf das kognitive soziale Kapital je nach Altersgruppe unterschiedlich ausfielen. Diese Studie erweitert die Hypothese des "sozialen Schmiermittels" von Wood et al. (2005, 2015, 2017) in den Kontext der dicht besiedelten Urbanität von Seoul und leistet theoretische Beiträge, indem sie asymmetrische Effekte des sozialen Kapitals nach Dimensionen empirisch nachweist. Politisch wird die Notwendigkeit unterstrichen, Haustiere als Infrastruktur des sozialen Kapitals neu zu konzipieren und maßgeschneiderte Programme für wirtschaftliche Unterstützung der jungen Generation sowie soziale Teilnahmeprogramme für die mittlere Generation zu differenzieren.
Kim et al. (Wed,) untersuchten diese Frage.