„Exponentieller Wachstumsbias“ – die Tendenz, exponentielles Wachstum zu unterschätzen – hat sich als Einflussfaktor darauf erwiesen, wie viel Menschen sparen und leihen. Ich entwickle ein einfaches theoretisches Rahmenmodell, um zu zeigen, dass dieser Bias, durch seine Interaktion mit individuellen Risikopräferenzen, auch die Art und Weise beeinflusst, wie Menschen sparen und leihen. Relativ risikotolerante Verbraucher wählen ineffizient sichere Investitionen, wodurch sie als risikoscheuer erscheinen, als sie tatsächlich sind. Im Gegensatz dazu wählen relativ risikoscheue Verbraucher ineffizient riskante Investitionen, wodurch sie als weniger risikoscheue erscheinen, als sie tatsächlich sind. Ich präsentiere Umfragedaten zur Unterstützung dieser Hypothese. Das Modell bietet eine neue Perspektive auf einige offensichtliche Anomalien in der intertemporalen Entscheidungsfindung und wirft zusätzliche Überlegungen für den Verbraucherschutz und Programme zur finanziellen Bildung auf.
Karna Basu (Do,) untersuchte diese Frage.