Die Aufmerksamkeitsdefizitstörung (ADD) könnte als klinisch heterogene Erkrankung betrachtet werden, die drei Symptomgruppen umfasst: Unaufmerksamkeit, impulsives Verhalten, Hyperaktivität oder eine Kombination davon. Die Magnetresonanztomographie (MRT) hat Größänderungen im Kleinhirn und in den Basalganglien bei ADD im Vergleich zu gesunden Kindern gezeigt. Ziel unserer Arbeit war es, die Aktivität des Gehirns bei Kindern mit ADD unter Verwendung der Protonen-Magnetresonanzspektroskopie (1HMRS) und der elektroenzephalografischen (EEG) Aktivität zu bewerten. EEG-Studien wurden in einem Digital PLEEG durchgeführt. MRT/1HMRS-Daten wurden an einem 1,5-Tesla-System (Magnetom Vision, Siemens Medical Systems) erfasst. Mehr als 50 % der ADD-Kinder (die als unaufmerksam klassifiziert wurden) zeigten langsame Veränderungen im EEG. Die 1HMRS-Studie zeigte, dass der Hauptunterschied zwischen den beiden Studiengruppen die Variation im Cho/Cre-Verhältnis war. Der beobachtete Durchschnitt für dieses Verhältnis ist bei ADD signifikant niedriger im Vergleich zu gesunden Referenzpersonen (HR). Diese Ergebnisse deuten darauf hin, dass eine Kombination dieser beiden Techniken nützlich sein könnte für die Bewertung und zukünftige biochemische therapeutische Studien bei ADD.
Alvarado et al. (Wed,) haben diese Frage untersucht.