Das Verständnis der interseismischen Deformation nahe der Grabenlinie an Subduktionszonen ist entscheidend für die Bewertung der Gefahren durch große Erdbeben, insbesondere grabenüberschreitende tsunamigene Erdbeben wie das Tohoku-Erdbeben von 2011. Die interseismische Verkeilung vor solchen grabenüberschreitenden tsunamigenen Ereignissen ist jedoch aufgrund der begrenzten Empfindlichkeit terrestrischer geodätischer Beobachtungen nur unzureichend bekannt. Hier präsentieren wir geodätische Messungen vom Meeresboden entlang des südwestlichen Kurilen-Grabens, einer Region mit Potenzial für große koseismische Brüche bis zum Graben, wie aus historischen Tsunami-Aufzeichnungen geschlossen wird. Unsere Ergebnisse zeigen zwischen 2019 und 2024 hohe Rutschdefizitraten nahe dem Graben und deuten darauf hin, dass über die letzten ca. 400 Jahre unter Berücksichtigung der langfristig niedrigen seismischen Aktivität in dieser Region ein Rutschdefizit von 20,5–30,0 m akkumuliert sein könnte. Diese Befunde implizieren das zukünftige Wiederauftreten eines Megathrust-Erdbebens (Mw ~8,8) mit Bruch bis zum Kurilen-Graben. Darüber hinaus unterstreichen sie die Bedeutung der geodätischen Überwachung am Meeresboden für die Erdbeben- und Tsunamigefahrbewertung an Subduktionszonen. Die geodätische Überwachung des Meeresbodens deutet darauf hin, dass der südwestliche Kurilen-Graben vor Hokkaido, Japan, durch eine Kopplung der flachen Plattengrenze erhebliche Rutschdefizite angesammelt hat, was auf das Potenzial für ein seltenes Megathrust-Erdbeben hinweist.
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Fumiaki Tomita
Yusaku Ohta
Motoyuki Kido
Communications Earth & Environment
Tohoku University
Hokkaido University
Japan Agency for Marine-Earth Science and Technology
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Tomita et al. (Sat,) haben diese Fragestellung untersucht.
www.synapsesocial.com/papers/69a7610fc6e9836116a2e970 — DOI: https://doi.org/10.1038/s43247-026-03297-2
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