• Junge Menschen in der stationären Pflege sind in komplexe und einzigartige persönliche Netzwerke eingebettet. • Persönliche Netzwerke beeinflussen das Wohlbefinden junger Menschen in der stationären Pflege. • Soziale Unterstützung und häufiger Kontakt mit Netzwerkmitgliedern haben einen positiven Effekt auf das Wohlbefinden. • Diese Studie präsentiert kausale Beziehungen unter Verwendung der Panelregression mit festen Effekten. Die Förderung des Wohlbefindens von Kindern und Jugendlichen wird als primäres Ziel in der stationären Pflege anerkannt. Forschung zeigt, dass persönliche Beziehungen ein Schlüsselfaktor für das Wohlbefinden sind. Allerdings sind junge Menschen in der stationären Pflege in einen dynamischen sozialen Kontext eingebettet, was es schwierig macht, enge und langfristige Beziehungen zu bilden. Diese Studie analysierte die Auswirkungen der persönlichen Netzwerke junger Menschen auf ihr subjektives Wohlbefinden. Daten, die sich über 2022–2024 erstreckten, wurden in drei Wellen über eine klassenbasierte oder selbstverwaltete Online-Umfrage gesammelt. Die Stichprobe umfasste 228 junge Menschen, die in einer Einrichtung der stationären Pflege in der Schweiz in mindestens der ersten Datenerhebungswelle lebten. Die persönlichen Netzwerke der jungen Menschen wurden durch individuelle persönliche Netzwerke erfasst. Das subjektive Wohlbefinden wurde mithilfe einer leicht adaptierten Version des International Survey of Children’s Well-Being (ISCWeB)-Fragebogens gemessen. Die Daten wurden mit Hilfe der Panelregression mit festen Effekten analysiert. Bemerkenswerterweise war die Anzahl unterstützender Beziehungen (B = 0.08, p = 0.01) und die Kontaktfrequenz mit Netzwerkmitgliedern (B = 0.13, p = 0.05) positiv mit dem subjektiven Wohlbefinden assoziiert. Allerdings hatten persönliche Netzwerke, die überwiegend aus Freunden bestanden, einen negativen Einfluss auf ihr Wohlbefinden (B = -0.01, p = 0.02). Junge Menschen sollten die Möglichkeit haben, enge und unterstützende Beziehungen innerhalb und außerhalb der Einrichtung der stationären Pflege zu entwickeln, auf die sie sich verlassen können, wenn sie die institutionelle Pflege verlassen.
Fellmann et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.