Hintergrund: Tumorvolumendynamik während der Behandlung wird zunehmend als potenzieller Biomarker bei Plattenepithelkarzinomen des Kopf-Hals-Bereichs (HNSCC) anerkannt. Diese Studie hatte das Ziel, den prognostischen Wert der interimistischen Tumorvolumenreaktion während der Chemoradiotherapie basierend auf bildgebungsbasierten Volumetrien zu evaluieren. Methoden: Wir haben retrospective interimistische CT-Scans aus einer prospektiven, multizentrischen Phase-III-Studie bei Patienten mit lokal fortgeschrittenem HNSCC, die mit gleichzeitiger Chemoradiotherapie behandelt wurden, analysiert. Die primäre Interessensvariable war die Tumorvolumenreduktionrate (VRR) nach etwa 49,6 Gy Behandlung (entsprechend ~5 Wochen Therapie). Volumetrische Daten wurden durch manuelle Segmentierung erfasst, und die Assoziationen mit lokoregionaler Kontrolle und Gesamtüberleben (OS) wurden mittels uni- und multivariater Analyse bewertet. Ergebnisse: Patienten mit schlechter volumetrischer Reaktion (VRR < 30,1%) hatten signifikant niedrigere lokoregionale Kontrolle- und Überlebensraten. In multivariaten Modellen erwies sich VRR als unabhängiger Prädiktor für OS, der das Ausgangstumorvolumen und den p16-Status übertraf. Das interimistische Volumenverhalten ermöglichte eine dynamische Risiko-Stratifizierung unabhängig vom HPV-Status oder der nodalen Kategorie. Schlussfolgerung: Tumorschrumpfung während der frühen Phase der Chemoradiotherapie ist ein klinisch bedeutsamer und zugänglicher prognostischer Marker bei HNSCC. Die Einbeziehung der interimistischen volumetrischen Reaktion in adaptive Radiotherapie-Protokolle könnte personalisierte Behandlungsstrategien ermöglichen, indem schlechte Responders für eine Eskalation und günstige Responders für eine Deeskalation identifiziert werden.
Uğur Dinç (Thu,) untersuchte diese Frage.
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