Zielsetzung: Die Prognose beim SNSCC bleibt vor allem wegen lokaler Versager schlecht. Aufgrund der Seltenheit dieser Erkrankung und der Heterogenität bezüglich Lokalisation und Stadium basieren die meisten vorhandenen Studien auf den Erfahrungen einzelner Zentren; daher können Daten aus einer Meta-Analyse besonders wertvoll sein. In dieser Meta-Analyse bewerteten wir Muster des Behandlungsversagens – lokales Rezidiv (LR), nodales Rezidiv (NR) und Fernmetastasen (DM) – und deren Zusammenhang mit dem Gesamtüberleben (OS). Datenquelle: Es wurde eine umfassende Suche in PubMed/MEDLINE, Web of Science und Scopus nach Studien durchgeführt, die eindeutig behandelte Patienten mit SNSCC einschlossen. Methoden der Übersichtsarbeit: Diese Studie wurde gemäß der PRISMA 2000-Erklärung zur Berichterstattung systematischer Übersichtsarbeiten durchgeführt. Proportionale Meta-Analyse zur Gewinnung gepoolter Effekt-Schätzungen, ausgedrückt als OS, lokale Kontrolle (LC), fernmetastasenfreies Überleben (DMFS), krankheitsspezifisches Überleben (DSS), LR-Rate, NR-Rate und DM-Rate. Die Raten für LR, NR und DM wurden analysiert und mit dem 5-Jahres-OS korreliert. Ergebnisse: Insgesamt wurden 749 Patienten in 13 Artikeln identifiziert. Eine multimodale Behandlung wurde bei 588 Fällen (78 %) durchgeführt, einschließlich einer Induktionschemotherapie in 300 Fällen (40 %), während 356 Patienten (47,5 %) mit Operation gefolgt von adjuvanter Radiotherapie (RT) oder Chemoradiotherapie (CHRT) behandelt wurden. Die übrigen 393 Patienten (52,5 %) wurden ohne Operation behandelt. Die gepoolten OS-Raten über 2, 3, 5 und 10 Jahre betrugen 74 %, 51,7 %, 50,2 % bzw. 46,3 %. Die gepoolte 5-Jahres-Rate der lokalen Kontrolle (5-LC) betrug 57 %, die gepoolte LR-Rate 27,2 % und die gepoolte NR-Rate 11,6 %. Es bestand keine statistisch signifikante Korrelation zwischen LR, NR oder DM und dem 5-Jahres-OS. Schlussfolgerungen: SNSCC bleibt eine aggressive Erkrankung mit ungefähr 50 % 5-Jahres-OS und LR als Hauptgrund für Behandlungsversagen mit einer Rate von 27 %. Dies bestätigt die Notwendigkeit besserer Strategien zur lokalen Kontrolle.
Kacorzyk et al. (Fr,) untersuchten diese Fragestellung.