Die Wundheilung ist ein hochgradig orchestrierter Prozess, der unter pathologischen Bedingungen beeinträchtigt werden kann, was die Notwendigkeit fortschrittlicher topischer Formulierungen unterstreicht. Ziel dieser Studie war es, das ätherische Öl (EO) von Helichrysum italicum und ein neuartiges Film-formendes Gel (FFG), das dieses EO enthält, in einem in vitro-Fibroblast-Modell vergleichend zu bewerten. Die Formulierungen wurden unter Verwendung von Polyvinylalkohol, Carboxymethylcellulose, Glycerin, Polysorbat 80 und Ethanol hergestellt, was stabile und hautkompatible Gele ergab. Chemische Analysen (GC-MS und Gesamphenolgehalt) bestätigten das Vorhandensein von bioaktiven Sesquiterpenen und phenolischen Verbindungen, während die physikalische Charakterisierung einen geeigneten pH-Wert, Viskosität und Homogenität bestätigte. Biologische Assays zeigten einen biphasischen, dosisabhängigen Effekt des EO: Niedrig- bis mittelkonzentrationen (250–500 µg/mL) verbesserten die Lebensfähigkeit und Proliferation von Fibroblasten, während eine hohe Konzentration (2 mg/mL) Zytotoxizität induzierte. Darüber hinaus wurden Antioxidans-, molekulare (Immunzytochemie, qRT-PCR, Western Blotting) und Kollagenase-Hemmungsassays durchgeführt. Unter den Gel-Formulierungen wies F2 (0,5% w/w EO) das günstigste Profil auf, da es die Zellviabilität, Proliferation und Migration im Vergleich zu EO allein signifikant verbesserte. Antioxidansanalysen zeigten, dass F2 die intrazelluläre Superoxidproduktion und Lipidperoxidation erheblich reduzierte und gleichzeitig die Glutathionspiegel erhöhte. Molekulare Auswertungen zeigten eine signifikante Hochregulation von Markern, die mit der extrazellulären Matrix (ECM) assoziiert sind (COL1A1, FN1 und MMP7), was auf eine koordinierte ECM-Synthese und -Remodellierung hinweist. F2 hemmte auch die Kollagenaseaktivität und unterstützte die Erhaltung struktureller Proteine. Die Einbringung des H. italicum EO in ein film-formendes Gel erhöhte die Bioaktivität, wahrscheinlich durch verbesserte lokale Retention und ein schützendes Milieu. Obwohl die Ergebnisse auf ein in vitro-Modell und ein einzelnes Polymer beschränkt sind, rechtfertigen diese Erkenntnisse weitere präklinische Untersuchungen von EO-beladenen FFGs in der Wundheilung.
Çetin et al. (Mon,) untersuchten diese Frage.