ZUSAMMENFASSUNG Elektrochemilumineszenz (ECL) hat sich als vielversprechende chemiebasierte Bildgebungstechnik etabliert, doch ihr Potenzial in der optischen Nano-Bildgebung befindet sich noch in einem frühen Stadium. Wir berichten über die labelfreie Bildgebung von Mikro- und Nanoobjekten mit scharfem negativem optischem Kontrast. Die erhaltenen Schatten-ECL-Bilder sind die optischen Signaturen der Blockierung der Elektronentransfer-Reaktion, die durch die chemische Reaktivität und lokale Diffusionshindernisse der ECL-Reagenzien durch das auf der Elektrode abgelegte Objekt überlagert werden. Hier behandeln wir zunächst den kritischen Aspekt des kleinsten kugelförmigen Nanopartikels, der mittels Schatten-ECL-Mikroskopie abgebildet wurde. Durch Untersuchung der Bildgebungsgrenzen von Schatten-ECL demonstrieren wir die Fähigkeit, einzelne Nanopartikel bis zu einer Größe von 50 nm abzubilden. Diese Arbeit zeigt die Empfindlichkeit der Methode nicht nur durch die Abbildung der kleinsten bislang mittels Schatten-ECL dargestellten Partikel, sondern auch – entgegen der Intuition – ein kontrastierendes Verhalten einzelner isolierender Partikel mit erhöhten elektrochemischen Raten am Isolator-Elektrolyt-Elektroden-Dreiphasenpunkt. Abschließend wird die praktische Anwendbarkeit dieser Schatten-ECL-Methode durch die Bildgebung komplexer Proben wie dicht gepackter Partikelanordnungen oder mikrobieller Bacillus subtilis-Sporen veranschaulicht. Dies eröffnet zudem neue Möglichkeiten für Einzelmolekül- und Schatten-ECL-Nano-Bildgebung katalytischer und biologischer Systeme.
Gou et al. (Sun,) untersuchten diese Fragestellung.