Das Aufkommen der CRISPR-Cas9-Genom-Editierung stellt einen transformativen Moment in der Biotechnologie dar, der Genom-Editierung mit bisher unerreichter Präzision, Umfang und Zugänglichkeit ermöglicht. Dieser wissenschaftliche Durchbruch birgt echtes Potenzial zur Heilung erblich bedingter Krankheiten und zur Förderung der personalisierten Medizin, bringt jedoch auch tiefgreifende moralische und theologische Herausforderungen mit sich. Dieses Papier bietet eine christlich-bioethische Analyse von CRISPR durch die Linse des imago Dei, basierend auf der moralischen Argumentation von Augustinus und Thomas von Aquin. Es kontrastiert utilitaristische und autonomie-basierte Rahmenwerke der zeitgenössischen Bioethik mit einer theologischen Anthropologie, die die Menschenwürde im göttlichen Abbild und nicht in genetischer Perfektion oder funktionaler Kapazität verankert. Nach der Darstellung der wissenschaftlichen Grundlagen der Gen-Editierung untersucht das Papier zentrale ethische Spannungsfelder – Therapie versus Verbesserung, eugenisches Denken, Zerstörung von Embryonen und generationenübergreifende Verantwortung. Abschließend wird ein theologisches Rahmenwerk vorgestellt, das von Tugendethik, dem Prinzip des doppelten Effekts und einer Christus-zentrierten Vision menschlichen Gedeihens geprägt ist. Ziel ist es nicht, die Gen-Editierung kategorisch abzulehnen, sondern moralische Weisheit zu kultivieren, die die Heiligkeit des Lebens achtet, menschliche Begrenztheit respektiert und die wissenschaftliche Berufung auf Heilung und Gerechtigkeit ausrichtet.
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J. J. Oh
The Linacre Quarterly
Cornell University
Fordham University
Molloy College
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J. J. Oh (Di,) untersuchte diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69bb92df496e729e6298095c — DOI: https://doi.org/10.1177/00243639261430433
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