Zusammenfassung Diese Studie untersucht die Rolle der Begriffs-Konsistenz und der Textkontinuität in der Fachübersetzung sowie die Herausforderungen, denen Übersetzer gegenüberstehen, um diese aufrechtzuerhalten. Sie definiert und veranschaulicht terminologische Ketten und hebt die Schwierigkeit hervor, Begriffs-Konsistenz und Textkontinuität über Sprachgrenzen hinweg in Einklang zu bringen. Anhand von Beispielen aus dem deutsch-italienischen Sprachpaar argumentiert das Papier, dass die Wahrung der referenziellen Kontinuität im Zieltext die Anerkennung terminologischer Ketten, den Vergleich konzeptioneller Strukturen zwischen den Sprachen und die Anwendung geeigneter Übersetzungsstrategien verlangt. Da die standardisierte Terminologie allein möglicherweise nicht immer ausreicht, können verschiedene Strategien dazu beitragen, terminologische Ketten zu bewahren, insbesondere wenn sich die Sprachen darin unterscheiden, wie sie Cluster bilden. Einige dieser Strategien können jedoch mit bestehenden Standards zur Bewertung der Übersetzungsqualität in Konflikt stehen, was die Frage aufwirft, ob die Übertragung terminologischer Ketten ein Qualitätskriterium sein sollte. Der Bedarf, diese Ketten im Zieltext zu bewahren und deren Auswirkungen auf die Übersetzungsbewertung zu berücksichtigen, wird ebenfalls bewertet.
Rossella Resi (Mon,) hat diese Frage untersucht.