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Beruhen richterliche Entscheidungen ausschließlich auf Gesetzen und Fakten? Der Rechtsformalistismus geht davon aus, dass Richter rechtliche Gründe auf die Tatsachen eines Falls rational, mechanisch und überlegt anwenden. Im Gegensatz dazu argumentieren Rechtsrealisten, dass die rationale Anwendung rechtlicher Gründe die Entscheidungen der Richter nicht ausreichend erklärt und dass psychologische, politische und soziale Faktoren die richterlichen Entscheidungen beeinflussen. Wir prüfen die gängige Karikatur des Realismus, dass Gerechtigkeit "das ist, was der Richter zum Frühstück gegessen hat", anhand sequentieller Bewährungsentscheidungen erfahrener Richter. Wir zeichnen die zwei täglichen Essenspausen der Richter auf, welche die Beratungen des Tages in drei separate „Entscheidungssitzungen“ unterteilen. Wir finden heraus, dass der Prozentsatz günstiger Entscheidungen innerhalb jeder Sitzung allmählich von ≈ 65 % auf nahezu null abfällt und nach einer Pause abrupt auf ≈ 65 % zurückkehrt. Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass richterliche Entscheidungen durch fremde Variablen beeinflusst werden können, die auf rechtliche Entscheidungen keinen Einfluss haben sollten.
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Sheldon Danziger
Jonathan Levav
Liora Avnaim-Pesso
Proceedings of the National Academy of Sciences
Columbia University
Ben-Gurion University of the Negev
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Danziger et al. (Mon,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69d89095e9c100a435ae2d94 — DOI: https://doi.org/10.1073/pnas.1018033108
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