Motivation Die wachsende Spannung zwischen Wirtschaftswachstum und ökologischer Nachhaltigkeit hat den Bedarf erhöht, die Treiber von CO2-Emissionen zu verstehen, insbesondere in fortgeschrittenen, innovationsgetriebenen Volkswirtschaften wie Belgien. Trotz Fortschritten bei der Einführung erneuerbarer Energien und technologischer Entwicklungen bleibt unklar, inwieweit diese Faktoren den Umweltbelastungen durch Wachstum und Globalisierung entgegenwirken. Zielsetzung Diese Studie untersucht die dynamische Beziehung zwischen CO2-Emissionen, Wirtschaftswachstum (EG), Direktinvestitionen aus dem Ausland (FDI), Innovation (INN) und Verbrauch erneuerbarer Energien (REN) in Belgien, um die Schlüsselfaktoren der Umweltzerstörung zu identifizieren und das Ausmaß der Entkopplung zwischen wirtschaftlicher Aktivität und Emissionen zu bewerten. Daten und Methode Für den Zeitraum 1990–2024 werden jährliche Zeitreihendaten verwendet. Die Studie nutzt einen log-linearen ökonometrischen Rahmen. Langfristige Beziehungen werden mittels Basiskointegrationstechniken geschätzt. Gleichzeitig wird dynamic ordinary least squares (DOLS) als Robustheitsprüfung angewandt, um Endogenität und serielle Korrelation zu adressieren und verlässliche langfristige Elastizitäten zu ermitteln. Ergebnisse Die Ergebnisse zeigen, dass EG einen positiven und statistisch signifikanten Einfluss auf CO2-Emissionen hat, was den Fortbestand des Skalen-Effekts bestätigt. FDI weist einen positiven, jedoch statistisch schwachen und bedingten Einfluss auf, was darauf hindeutet, dass die Umweltauswirkungen von der Art der Investition abhängen. Im Gegensatz dazu zeigen sowohl INN als auch der Verbrauch erneuerbarer Energien signifikante negative Effekte auf die Emissionen, was ihre entscheidende Rolle bei der Verbesserung der Umweltqualität hervorhebt. Insgesamt deutet das Ergebnis darauf hin, dass Belgien eine relative Entkopplung erlebt, bei der technischer Fortschritt und Energiewende die Umweltauswirkungen der wirtschaftlichen Expansion teilweise ausgleichen, jedoch noch nicht ausreichen, um absolute Emissionsreduktionen zu erzielen. Implikationen Diese Erkenntnisse legen nahe, dass die Stärkung der Innovationskapazität und die Beschleunigung der Einführung erneuerbarer Energien wesentlich für nachhaltiges Wachstum sind. Entscheidungsträger sollten auch umweltfreundliche FDI fördern und regulatorische Rahmenbedingungen stärken, um sicherzustellen, dass Auslandsinvestitionen zur grünen Transformation beitragen. Die Studie bietet wichtige politische Einsichten für die Balance zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und ökologischer Nachhaltigkeit in fortgeschrittenen Volkswirtschaften.
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Bích Ngọc Nguyễn
Thu Nguyen Thi Phuong
Anh Thi Nguyen
University College Ghent
Energy Exploration & Exploitation
National Economics University
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Nguyễn et al. (Tue,) untersuchten diese Fragestellung.
synapsesocial.com/papers/69d893a86c1944d70ce049bd — DOI: https://doi.org/10.1177/01445987261441901