Die nachseismische Deformation, die durch terrestrische Global Navigation Satellite System (GNSS) und seafloor GNSS-Akustik-Techniken (GNSS-A) beobachtet wurde, liefert wesentliche Einschränkungen für die tiefenabhängige viskoelastische Struktur von Subduktionszonen. In dieser Studie sammeln und verarbeiten wir jahrzehntelange nachseismische Beobachtungen nach dem Tohoku-oki Mw9.0 Erdbeben von 2011, einschließlich 232 terrestrischer GNSS-Stationen und sechs offshore GNSS-A Standorten. Nach der Entfernung der interseismischen Geschwindigkeitstermine extrahieren wir die nachseismischen Deformationssignale, die hauptsächlich durch viskoelastische Relaxation während des Zeitraums von 3 bis 9 Jahren nach dem Erdbeben angetrieben werden. Die Inversion wird hauptsächlich durch horizontale Verschiebungen eingeschränkt, die eine höhere Genauigkeit als vertikale Beobachtungen aufweisen. Wir übernehmen ein radial geschichtetes viskoelastisches Erdmodell mit lateraler Heterogenität zwischen kontinentalen und ozeanischen Bereichen basierend auf der Burgers-Rheologie und der Halbraum-Dislokationstheorie. Mithilfe des Least-Squares-Prinzips invertieren wir die optimale viskoelastische Struktur unter der starken Einschränkung einer fixen Mantelviskosität. Die optimalen elastischen Dicken der kontinentalen und ozeanischen Kruste betragen 24,4 km bzw. 37 km, mit minimalen horizontalen Root-Mean-Square-Fehlern (RMS) von 5,68 cm bzw. 6,81 cm. Die Mantelviskosität zeigt eine signifikante Tiefenabhängigkeit und offensichtliche Unterschiede zwischen Land und Meer. Diese Ergebnisse bestätigen die entscheidende Rolle der gemeinsamen land- und seafloor geodätischen Einschränkungen und bieten ein verfeinertes viskoelastisches Strukturmodell für Subduktionszonen.
Yin et al. (Di,) haben diese Frage untersucht.