G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCRs) stellen eine der größten und vielseitigsten Familien von Membranproteinen dar und vermitteln eine breite Palette physiologischer Funktionen über intrazelluläre Signalwege. Unter ihnen ist der G-Protein-gekoppelte Rezeptor 149 (GPR149) ein Orphan-Rezeptor, der kürzlich aufgrund seiner charakteristischen Struktur und aufkommenden biologischen Rollen verstärkt Beachtung gefunden hat. Obwohl zunächst als "Antifertilitäts"-Gen mit hoher Expression im Ovar identifiziert, deutet zunehmende Evidenz auf eine breitere physiologische Relevanz hin, einschließlich Rollen in der metabolischen und neurologischen Regulation. Diese narrative Übersichtsarbeit fasst aktuelle Erkenntnisse zur Struktur, Expressionsmustern und funktionellen Rollen von GPR149 in verschiedenen biologischen Systemen, einschließlich Reproduktion, Stoffwechsel und zentralem Nervensystem (ZNS), zusammen und integriert sie, während bestehende Wissenslücken und zukünftige Forschungsrichtungen hervorgehoben werden. GPR149 scheint als negativer Regulator der Fertilität und Ovulation zu wirken und beeinflusst die Oozytenreifung sowie die Signalgebung der Granulosazellen. In der metabolischen Regulation wird ein Mangel an GPR149 mit Resistenz gegen diätinduzierte Adipositas und verbesserter Insulinsensitivität in Verbindung gebracht. Im Nervensystem wurde die Expression von GPR149 in glialen und neuronalen Populationen mit Myelinisierung und neuroendokriner Signalgebung assoziiert, hauptsächlich durch Modulation des MAPK/ERK-Signalwegs. Eine veränderte Expression von GPR149 unter diabetischen und neurologischen Bedingungen unterstützt zusätzlich seine multifunktionale Rolle. Insgesamt positionieren die aktuellen Belege GPR149 als multifunktionalen Orphan-GPCR, der an der Regulation reproduktiver, metabolischer und neuronaler Prozesse beteiligt ist. Die Aufklärung seiner Ligandeninteraktionen und Signalmechanismen könnte neue therapeutische Ansatzpunkte für reproduktive Störungen, metabolische Syndrome und neurodegenerative Erkrankungen eröffnen.
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MAHDI ESMAEILZADEH
Adeel Ahmed
Carlos Vasconcelos
Advances in Clinical and Experimental Medicine
Universidade Federal de Pernambuco
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ESMAEILZADEH et al. (Tue,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69d894ce6c1944d70ce05bb2 — DOI: https://doi.org/10.17219/acem/218248
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