Diese Studie untersucht Zusammenhänge zwischen der Exposition von Jugendlichen gegenüber gewalttätigen Inhalten in sozialen Medien und Verhaltens- sowie psychischen Gesundheitsergebnissen anhand aggregierter Querschnittsdaten aus der Youth Endowment Fund’s 2024 Children, Violence and Vulnerability Survey (N = 10.385 Jugendliche im Alter von 13–17 Jahren in England und Wales). Logistische Regressionsmodelle wurden auf gruppierten Daten im Rahmen einer symbolischen Datenanalyse geschätzt, um drei Outcomes zu bewerten: Ausübung von Gewalt, Sorge um Viktimisierung und psychische Belastung, erfasst durch Probleme beim Essen, Schlafen oder Konzentrieren. Die Exposition gegenüber Online-Gewalt war häufig (78,6 %), ebenso wie das unmittelbare Erleben von Gewalt (56,4 %), Viktimisierung (17,5 %) und Gewaltausübung (16,3 %); die Nutzung großer sozialer Medienplattformen war weitverbreitet. In den Regressionsanalysen war eine höhere Beschäftigung mit der Plattform, die am stärksten mit gewalttätigen Inhalten assoziiert war, im Basismodell positiv mit Gewaltausübung verbunden (β = 0,703, p = 0,013), wurde jedoch nach Einbeziehung einer Interaktion mit der Exposition gegenüber gewalttätigen Inhalten nicht mehr signifikant, während die Interaktion zwischen Plattform-Nutzung und Gewalteinblick stark mit Sorge um Viktimisierung (β = 153,795, p < 0,001) und psychischer Belastung (β = 161,422, p < 0,001) korrelierte. Über alle Outcomes hinweg war ein höherer Anteil weiblicher Teilnehmer konsistent mit stärkerer Ausübung von Gewalt, Sorge und Belastung assoziiert (β = 1,43–3,41, p < 0,001). Insgesamt legen diese Ergebnisse nahe, dass allein die Plattform-Nutzung nicht einheitlich schädlich ist, wohl aber deren Kombination mit der Exposition gegenüber gewalttätigen Inhalten mit wesentlich höheren gemeldeten Raten von Gewaltausübung, Sorge und psychischer Belastung einhergeht. Aufgrund des aggregierten Querschnittdesigns sollten die Resultate als bevölkerungsbezogene Assoziationen und nicht als Kausalzusammenhänge interpretiert werden, wobei sie dennoch wichtige Erkenntnisse für die öffentliche Gesundheit und den Bedarf an alters- und geschlechtssensiblen Präventionsstrategien inklusive Medienkompetenz- und digitalen Sicherheitsinterventionen hervorheben.
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Ayshe Yaylali
Maastricht University
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Ayshe Yaylali (Fr.,) untersuchte diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69d894ec6c1944d70ce05d0d — DOI: https://doi.org/10.11648/j.sdps.20260101.15
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