ZUSAMMENFASSUNG Umwelt-RNA (eRNA) erweist sich als vielversprechendes Werkzeug zur Erkennung von Artenpräsenz und/oder physiologischen Zuständen in der Biodiversitätsüberwachung, Ökotoxikologie und Naturschutz. Im Vergleich zu Umwelt-DNA (eDNA) ist die Optimierung von eRNA-Analysprotokollen relativ unentwickelt, und der Konsens unter den Forschern ist begrenzt. Während das Design und die Implementierung von eRNA-Assays viele Gemeinsamkeiten mit eDNA-Assays aufweisen, sind zusätzliche wichtige Überlegungen erforderlich für spezifische und empfindliche eRNA-Assays, um falsch-positive und falsch-negative Ergebnisse zu minimieren. Wir prüfen diese kritisch im aktuellen Kontext für gezielte Echtzeit-Polymerase-Kettenreaktion (qPCR). Die Auswahl der RNA-Ziele sollte von den spezifischen Zielen des eRNA-Assays geleitet werden und muss die Entfernung von genomischer DNA (gDNA) und die Umwandlung von RNA in cDNA vor der qPCR-Analyse berücksichtigen. Dazu gehört die Berücksichtigung des RNA-Typs und der Herkunft; ob die gemessene RNA als physiologischer Indikator für die Gesundheit, den Stress oder demografische Muster von Organismen wirkt; ob die RNA als Indikator für die Präsenz fungiert; oder ob die RNA ein Normalisierer für die physiologischen Indikatoren ist. Das Design von Primer-Probe sollte, wenn möglich, Exon-Exon-Grenzen überspannen, um gDNA-Amplifikation zu minimieren. Wenn dies nicht möglich ist, sind für jede Probe minus Reverse-Transkriptase (RT-) Reaktionen erforderlich. Eine rigorose Assay-Validierung beginnt mit In-silico-Screenings gegen Ziel- und Nicht-Ziel-Taxa-Transkriptsequenzen, gefolgt von In-vitro-Tests mit cDNA, die aus RNA und gDNA-Extrakten von Voucher-Proben erzeugt wurde. Die Benchmarking-Sensitivitätsbewertung durch Maße wie Nachweisgrenze (LOD), Quantifizierungsgrenze (LOQ) und Amplifikationseffizienz stärkt das Vertrauen in den Assay. Die Feldvalidierung von eRNA-Assays unter Verwendung von Umweltproben, bei denen Zielarten vorhanden und abwesend sind und/oder sich in einem gewünschten physiologischen Zustand befinden (z. B. Kontaminanten ausgesetzt sind), hilft, falsch-positive und falsch-negative Raten zu schätzen. Wir prüfen die aktuellen eRNA-Praktiken kritisch und geben Richtlinien und Vorschläge für ein robustes Design und die Implementierung von eRNA-Assays.
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Mark Louie D. Lopez
Amy Migneault
Sarah Trilesky
Environmental DNA
University of Victoria
Building similarity graph...
Analyzing shared references across papers
Loading...
Lopez et al. (Sun,) untersuchten diese Frage.
www.synapsesocial.com/papers/69d894ec6c1944d70ce05e5b — DOI: https://doi.org/10.1002/edn3.70272