Zusammenfassung Patientenpräsentation (Altersgruppe, Verletzungsdetails, relevante Vorgeschichte) Vierundzwanzig Patienten mit unterschiedlichen Wundursachen wurden während einer militärischen humanitären Mission auf der polynesischen Insel Amerikanisch-Samoa mit lyophilisiertem Fischdermis behandelt. Darunter befanden sich 2 Brandpatienten mit Verbrühungsverletzungen, in unterschiedlichem Ausmaß und mit mehreren Begleiterkrankungen, darunter Schlaganfall, Diabetes mellitus, peripherer Gefäßerkrankung, Fettleibigkeit und Gicht. Klinische Herausforderungen Die Inseln im Südpazifik sind möglicherweise besonders anfällig aufgrund des eingeschränkten Zugangs zur medizinischen Versorgung. Wunden unterschiedlicher Ätiologie, einschließlich Brandverletzungen, können selbst unter diesen begrenzten Ressourcen schwer zu behandeln sein. Dermale Matrizes können die Entwicklung eines optimalen Wundbetts für Transplantationen fördern, vorübergehende Wundabdeckung bieten und die Heilungszeit verkürzen. Decellularisiertes und lyophilisiertes Fischdermis hat sich in den 4 Phasen der Wundheilung als vorteilhaft erwiesen. Seine Anwendung kann eine beschleunigte und vollständige Heilung dieser Wunden ermöglichen. Behandlungsansatz Die betroffenen Körperteile bei Verbrühungen umfassten das Perineum, die Genitalien, die oberen und unteren Extremitäten. Eine tangentiale exzisionale Debridement wurde durchgeführt. Anschließend wurden sie mit Fischdermis und negativer Drucktherapie überdeckt. Es war keine autologe Hauttransplantation erforderlich. Ergebnisse Die Integration des Transplantats, die Bildung von Granulationsgewebe und die Neovaskularisation wurden in 95% der Fläche in allen Fällen 10-14 Tage nach Anwendung des Xenotransplantats festgestellt. Eine Hautabdeckung mit netzartigen STSG war in allen Fällen nicht notwendig. Die Wunden durften sekundär heilen mit einer vollständigen Heilung innerhalb von 21-25 Tagen. Lektionen gelernt Decellularisiertes und lyophilisiertes Fischdermis bietet eine hervorragende Wundabdeckung und beschleunigt die Heilung bei Wunden unterschiedlicher Tiefe, wodurch die autologe Transplantation vermieden wird, wie bei diesen Bewohnern des Südpazifiks beobachtet. Dies könnte auch in anderen unterversorgten Bevölkerungsgruppen reproduziert werden.
Cordova et al. (Sun,) haben diese Frage untersucht.