Dieser Aufsatz untersucht die Grenzen von DSM und ICD als Systeme statischer Darstellung und schlägt das narzisstische Spektrum als dynamisches Modell der psychischen Funktion vor. Die Diagnose wird neu definiert, nicht als Identität oder Gesamtbeschreibung des Subjekts, sondern als der häufigste Punkt psychischer Rückkehr unter Druckbedingungen. Innerhalb dieses Rahmens wird die Psyche als kontinuierlich bewegtes System verstanden, das je nach Intensität, Beziehungszusammenhang und innerer Kohärenz zwischen verschiedenen Organisationspositionen wechselt. Psychopathologie wird nicht durch das Vorhandensein einer bestimmten Position definiert, sondern durch die Einschränkung der inneren Beweglichkeit und die zunehmende Starrheit der Rückkehr zum gleichen Organisationsmodus. Das Konzept des funktionellen Rests der Psyche hebt die Persistenz von Fähigkeiten hervor, die das dominante diagnostische Muster übersteigen und die Grundlage der therapeutischen Arbeit bilden. Gesundheit wird als Fähigkeit zur Bewegung und Transformation betrachtet, nicht als fixer Zustand des Gleichgewichts. Diese Perspektive erstreckt sich auch auf die psychosomatische Einheit, wo die Beschränkung der psychischen Verarbeitung zur Verlagerung unprozessierter Intensität auf den Körper führen kann. Der Aufsatz plädiert letztlich dafür, die Diagnose auf ihr richtiges Maß zurückzuführen und zugleich die Psyche als dynamischen und nicht reduzierbaren Prozess über statische Kategorisierungen hinaus anzuerkennen.
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Dimitris Seferiadis
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Dimitris Seferiadis (Do,) untersuchte diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69d8967d6c1944d70ce07efa — DOI: https://doi.org/10.5281/zenodo.19464494
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