Zusammenfassung Einführung Gabapentin wird bei neuropathischen Schmerzen bei Brandverletzten häufig verschrieben, doch seine Auswirkungen auf die chirurgische Erholung nach Spalthauttransplantation (STSG) sind unklar. Während dieses Medikament analgesische Vorteile bieten kann, bestehen Bedenken hinsichtlich seiner möglichen Effekte auf die Wundheilung. Ziel dieser Studie war es festzustellen, ob die Gabe von Gabapentin nach STSG mit nachteiligen postoperativen Ergebnissen assoziiert ist. Methoden Eine retrospektive Kohortenanalyse wurde unter Verwendung des Global Collaborative Network innerhalb von TriNetX durchgeführt, einer multi-institutionellen Datenbank elektronischer Gesundheitsdaten. Brandverletzte über 18 Jahre, die zwischen 2010 und 2025 eine STSG erhielten, wurden identifiziert. Es wurden zwei Kohorten gebildet: Patienten, die innerhalb einer Woche postoperativ Gabapentin (300–800 mg) verschrieben bekamen (n = 5017), und Patienten ohne Gabapentinverordnung nach der Operation (n = 17 421). Anschließend erfolgte ein Propensity-Score-Matching im Verhältnis 1:1 basierend auf demografischen Merkmalen (Geschlecht, Alter, Ethnie, Rasse), Begleiterkrankungen (chronisch obstruktive Lungenerkrankung, zerebrovaskuläre Erkrankungen, Adipositas, Herzinsuffizienz, Lebererkrankung, Diabetes, Hypertonie, chronische Nierenerkrankung), Body-Mass-Index, Lokalisation der Verletzung, Verbrennungsausmaß und betroffener Körperoberfläche. Primäre Endpunkte umfassten chirurgische Wundinfektionen, Zellulitis, Bluttransfusionen, Inanspruchnahme der Notaufnahme (ED) und Transplantatversagen 30 Tage nach STSG. Sekundäre Endpunkte bewerteten hypertrophe Narbenbildung und Kontrakturen nach 90 Tagen und 1 Jahr postoperative. Für jeden Endpunkt wurden Risikoquotienten (RR) berechnet, Signifikanzniveau p < .05. Ergebnisse Nach Matching umfasste jede Kohorte 4843 Patienten. 30 Tage postoperativ hatten Gabapentin-Verschriebene signifikant höhere Raten an chirurgischer Wundinfektion (RR 1,65, p=0,039), Zellulitis (RR 1,53, p=0,010), Transfusionsbedarf (RR 1,43, p=0,005), Notaufnahmeinanspruchnahme (RR 2,22, p<0,0001) und Transplantatversagen (RR 1,51, p=0,013) im Vergleich zu den Patienten ohne Gabapentin. Zudem waren Kontrakturraten im Gabapentin-Kollektiv signifikant höher bei 90 Tagen (RR 1,95, p<0,0001) und 1 Jahr (RR 1,66, p<0,0001). Für hypertrophe Narbenbildung wurden keine signifikanten Unterschiede festgestellt. Schlussfolgerungen Der frühe Einsatz von Gabapentin nach STSG stand in Verbindung mit erhöhten Infektionsraten, Transplantatversagen und Kontrakturen bei Brandverletzten. Diese Ergebnisse legen nahe, die Gabe dieses Medikaments nach frischer Operation zu überdenken und erfordern weitere Untersuchungen zu seinen Effekten in der Brandverletztenversorgung. Relevanz für die Praxis Chirurgen sollten bei der Gabe von Gabapentin unmittelbar nach STSG vorsichtig sein und sicherere alternative Schmerztherapien in Betracht ziehen, um die Wundheilung und Erholung zu fördern. Finanzierung der Studie Keine Angaben.
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Dao et al. (Sun,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69d8968f6c1944d70ce08178 — DOI: https://doi.org/10.1093/jbcr/irag033.059
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Matthew Q Dao
Arman M Chowdhury
Lorden Sarah Hoff
Journal of Burn Care & Research
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