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In einem zunehmend urbanen Zeitalter basiert die Stadtplanung weltweit zunehmend auf Bewertungen von Ökosystemdienstleistungen, weshalb eine verstärkte Berücksichtigung der Gerechtigkeit von Ökosystemdienstleistungen von entscheidender Bedeutung ist. Dennoch bleibt Gerechtigkeit ein ‚blinder Fleck‘ in Modellen und der Forschung zu städtischen Ökosystemdienstleistungen, was auf die ökologischen und ökonomischen Ursprünge des Konzepts selbst zurückgeführt werden kann. Dieses Erbe reproduziert den normativen Fokus auf Naturkapital als Garant zur Erhaltung von Ökosystemdienstleistungen, erzwingt ein statisches Naturverständnis, das menschliches Handeln unzureichend berücksichtigt, und konzeptualisiert den Fluss von Ökosystemdienstleistungen von der Natur zum Menschen auf eine Weise, die die sozial-ökologische Struktur sowie die ständig wechselnden Prioritäten des urbanen Raums nicht widerspiegelt. Als Reaktion darauf zielt dieses konzeptuelle Papier darauf ab, die analytische Grundlage für Gerechtigkeit in Bewertungen städtischer Ökosystemdienstleistungen zu erweitern, indem es ein Modell vorstellt, das die Mit-Produktion städtischer Ökosystemdienstleistungen (einschließlich Infrastruktur, Institutionen und Wahrnehmungen) mit etablierten Gerechtigkeitslinien der Anerkennung, Verfahrens- und Verteilungsgerechtigkeit verbindet. Es hebt ferner hervor, dass diese klassischen Gerechtigkeitsdimensionen sowohl innerhalb räumlicher (maßstabsübergreifende und untermaßstäbliche Ansätze) als auch zeitlicher (verknüpfte Bedingungen von Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) Gerechtigkeitsrahmen eingebettet werden müssen. Aufbauend auf Theorien zu städtischer Umwelt-, Sozial-, Raum- und Zeitgerechtigkeit sowie der Forschung zu Ökosystemdienstleistungen skizzieren wir theoretische Ausgangspunkte und bieten praktische Beispiele für die Integration von Gerechtigkeitsvorstellungen in die Forschung und Praxis zu städtischen Ökosystemdienstleistungen, wobei zukünftige Forschungsbedarfe hervorgehoben werden.
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Johannes Langemeyer
James J. Connolly
Environmental Science & Policy
Universitat Autònoma de Barcelona
Hospital del Mar Research Institute
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Langemeyer et al. (Fri,) untersuchten diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69d89ef8de3177251abedd3a — DOI: https://doi.org/10.1016/j.envsci.2020.03.021
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