Key points are not available for this paper at this time.
Chemische Gefahren können während der Primärproduktion in die Milchkette gelangen. Die Studie untersuchte zum ersten Mal das Auftreten von Bisphenol A (BPA) in Kuhmilchproben, die auf dem Hof nach manueller oder mechanischer Melkung sowie aus dem Kühltank entnommen wurden. Wir wendeten ein neues Überwachungsmodell an, das auf der Identifizierung der Gefahren in jeder Phase der Milchkette basiert, um potenzielle Kontaminationswege entlang der Milchkette zu identifizieren. Wir bewerteten die BPA-Exposition durch den Konsum von Milch basierend auf den festgestellten Kontaminationswerten und der vorübergehend tolerierbaren täglichen Aufnahme, die von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) festgelegt wurde. Milchproben (n = 72) wurden mittels Flüssigkeitschromatographie mit Fluoreszenzdetektion analysiert. Die mittleren BPA-Konzentrationen betrugen 0,757 µg/L in manuell gemolkener Milch, 0,580 µg/L in mechanisch gemolkener Milch und 0,797 µg/L in Milch aus dem Kühltank. Bisphenol A trat in der Milchkette als Ergebnis verschiedener Melkphasen auf und erreichte die höchsten Werte am Ende der Milchkette. Obwohl die diätetische Aufnahme von BPA unter der vorübergehend tolerierbaren täglichen Aufnahme der EFSA lag, stellt die Exposition gegenüber BPA, selbst in niedrigen Dosen, durch den Milchkonsum ein Gesundheitsrisiko dar. Daher sollten zur Gewährleistung der Milchsicherheit neue Überwachungspläne basierend auf der Identifizierung von Gefahren in jeder Phase der Milchkette angewendet werden.
Santonicola et al. (Mittwoch) untersuchten diese Frage.