Hintergrund: Die periphere arterielle Verschlusskrankheit (PAD) ist eine bedeutende vaskuläre Komplikation des Typ-2-Diabetes mellitus (T2DM), die durch atherosklerotische Verengungen oder Verschlüsse der Arterien der unteren Extremitäten verursacht wird. Die Duplex-Sonographie ist ein zuverlässiges, nicht-invasives Verfahren zur Beurteilung dieser Veränderungen. Ziel: Ermittlung der Verteilungsmuster von stenotischen und okklusiven atherosklerotischen Läsionen in den Arterien der unteren Extremitäten bei T2DM-Patienten mittels Duplex-Sonographie. Methoden: Eine retrospektive Analyse von 128 T2DM-Patienten, die im Verlauf von 24 Monaten an zwei Zentren eine Duplex-Sonographie der unteren Extremitäten erhielten, wurde durchgeführt. Hämodynamisch relevante Stenosen wurden definiert als ≥50% Lumeneinengung mit einer >100% Zunahme der systolischen Spitzengeschwindigkeit oder einem distalen „Parvus Tardus“-Wellenformmuster, während ein Verschluss als fehlender Dopplerfluss definiert wurde. Ergebnisse: Das Durchschnittsalter betrug 60,2 Jahre. Signifikante stenotische oder okklusive Läsionen wurden bei 58 Patienten (45,3%) gefunden. Die am häufigsten betroffenen Arterien waren die Arteria tibialis anterior (47,8%), Arteria tibialis posterior (32,8%) und Arteria dorsalis pedis (18,8%). Seltener waren Arteria femoralis superficialis (14,8%), Arteria poplitea (7,8%) und Arteria femoralis communis (1,6%) betroffen. Eine Multigefäßbeteiligung lag bei 57 Patienten vor, während 19 eine Einzelsegmenterkrankung hatten. Schlussfolgerung: Bei T2DM sind atherosklerotische Läsionen der unteren Extremitäten vorwiegend distal lokalisiert, betreffen tibiale Arterien mit häufiger multisegmentaler Beteiligung. Die Duplex-Sonographie ist unverzichtbar für die frühzeitige Erkennung und Charakterisierung.
GJ et al. (Tue,) untersuchten diese Fragestellung.