Zweck: Diese Studie zielt darauf ab, das Fleischparadoxon – den Konflikt zwischen Fleischkonsum und Anliegen für Tiere – aus einer soziokulturellen Perspektive zu betrachten und die soziokulturellen Bedeutungen zu erforschen, die Tiere von denen zugewiesen werden, die sich entschieden haben, Fleisch abzulehnen und pflanzenbasierte Diäten anzunehmen. Design/Methodologie/Ansatz: Eine netnografische Studie wurde durchgeführt, die öffentlich verfügbare Schriften von 26 Bloggern analysiert, die sich selbst als Veganer oder Vegetarier identifizierten. Dieser selten genutzte Ansatz in der Forschung zum Fleischparadoxon erfasst natürliche Diskussionen über das Konfrontieren des Dilemmas und vertieft unser Verständnis der soziokulturellen Bedeutungen. Ergebnisse: Die Studie identifiziert drei Schlüsselbedeutungen – Tiere als einzigartige Wesen, als gleichwertige Wesen und als umsorgte Wesen zu betrachten. Sie betont, dass Tiere und Mensch-Tier-Beziehungen eine zentrale Rolle bei der Gestaltung von Ernährungsentscheidungen spielen, insbesondere wenn diese Entscheidungen vorherrschende soziale Normen herausfordern. Die Studie beschreibt auch Unterbedeutungen innerhalb dieser breiteren Bedeutungs-kategorien. Sie zeigt, dass der Respekt für die Existenz von Tieren, die Anerkennung ihrer moralischen Gleichheit und der Glaube an ihr Recht auf Mitgefühl und Wohlergehen nuanciert und tief in den kulturellen Praktiken rund um den Fleischkonsum verwurzelt sind. Praktische Implikationen: Die Studie ermutigt Vermarkter und politische Entscheidungsträger, die Dilemmata der Verbraucher in Bezug auf Tiere und Ernährungsentscheidungen anzugehen. Die Förderung pflanzenbasierter Diäten sollte die Individualität, Gleichheit und das Wohlergehen von Tieren hervorheben und integrierte Kommunikation und soziale Unterstützung nutzen, um ein mitfühlendes, pflanzenbasiertes Essen zu einer sozial akzeptierten und nachhaltigen Norm zu machen. Originalität/Wert: Die Studie trägt zur Literatur über das Fleischparadox bei, indem sie eine soziokulturelle Perspektive einnimmt, insbesondere wie Tiere und Mensch-Tier-Beziehungen die Perspektiven der Verbraucher auf pflanzenbasierte Ernährungsentscheidungen prägen.
Kauppinen-Räisänen et al. (Sat,) haben diese Frage untersucht.