Diese Studie, entstanden im globalen Kontext der Quantifizierung und metrischen Verfolgung, untersucht eine neue Art von Popmusikfans in China, die sich selbst als „Datenfans“ bezeichnen. Über die herkömmliche Fokussierung auf die affektive Arbeit der Fans hinaus argumentiert dieser Artikel, dass Metrifizierung und Gamification ein zeitgenössisches Regime der Zustimmung bilden, durch das die spielerischen Engagements der Datenfans in produktive Arbeit und selbstgesteuerte Teilnahme transformiert werden, die Ausbeutung ästhetisieren und die Plattformkontrolle naturalisieren. Basierend auf einer einjährigen digitalen Ethnographie und 33 halbstrukturierten Interviews untersucht die Studie Burawoys Konzept der Herstellung von Zustimmung neu, um zu analysieren, wie Spiel als Mechanismus freiwilliger Wertschöpfung fungiert. Die Analyse entfaltet sich über drei miteinander verbundene Dimensionen. Erstens bindet das gamifizierte Design sozialer Medien und Musikplattformen Fans und Idole in einen beschleunigten Zyklus gegenseitiger Arbeit ein. Teilnahme, Sichtbarkeit und Produktivität verstärken sich gegenseitig und verwandeln affektive Hingabe in ein quantifiziertes und wettbewerbsorientiertes Spiel, das von gemeinsamem Vergnügen und Fürsorge getragen wird. Zweitens schaffen Plattformen autonome Spieler, die sich als selbstbestimmte Teilnehmer wahrnehmen. Diese Datenfans widmen freiwillig Zeit, Fähigkeiten und sogar persönliche finanzielle Ressourcen dem, was sie als „Bounty-Hunting“ betrachten, und generieren so einen Überwert jenseits der herkömmlichen unbezahlten Arbeit. Drittens interpretieren die „Meta-Spieler“ die metrische Produktion und Analyse selbst als Spiel, aus dessen kontinuierlichem Engagement sie Bedeutung, Identität und Stolz ziehen. Die kalibrierte Unsicherheit undurchsichtiger Algorithmen erhält ihr Autonomiegefühl aufrecht und macht Spielarbeit sowohl angenehmt als auch unaufhörlich. Insgesamt fördert die Studie ein soziologisches Verständnis davon, wie der digitale Kapitalismus Zustimmung durch Genuss herstellt, und illustriert einen paradigmatischen Wandel vom Liebesarbeit zur Spielarbeit im digitalen Fandom.
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Yiru Zhao
The Sociological Review
University of Edinburgh
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Yiru Zhao (Mon,) untersuchte diese Fragestellung.
www.synapsesocial.com/papers/69df2b04e4eeef8a2a6afef4 — DOI: https://doi.org/10.1177/00380261261424969